Brunnen für Berlin

Der Gerabronner Bildhauer Franz Raßl hat einen Brunnenstein gestaltet, der in Berlin im Hof eines Bürogebäudes aufgestellt wird.

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Der knapp neun Tonnen schwere Granitbrocken stammt aus einem Steinbruch im Nordschwarzwald, in dem er wohl schon seit 100 Jahren unbeachtet auf der Seite gelegen hat. Franz Raßl, den die Deutsche Wohnen AG mit der Gestaltung des Hofes ihrer Hauptniederlassung in Berlin beauftragt hat, hat in dem Stein die Form einer halb geöffneten Hand erkannt. Sie wird nun als Brunnenschale dienen, mit der dem Betrachter das Wasser gewissermaßen angeboten wird.

Das Motiv der Hand hat der 1952 in Gaggenau geborene Künstler bei der Bearbeitung des Steins aufgegriffen, in dem er Rillen eingefügt hat, die an Handlinien erinnern; in ihnen befinden sich drei Öffnungen, aus denen in Berlin das Wasser quellen wird.

Platziert wird die zwei Meter breite und 3,30 Meter lange Brunnenschale in einem Becken aus schwarzem Basalt, das einen Durchmesser von 5,50 Meter hat. Dort ruht der Granitblock auf vier Metallstäben - so soll er den Eindruck erwecken, er schwebe über dem Wasser.

Franz Raßl war während seines Studiums, das er nach einer Lehre als Steinbildhauer begonnen hat, an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Schüler von Karl-Henning Seemann und Alfred Hrdlicka. Seit 1983 lebt und arbeitet er in Gerabronn. Zugleich ist er Dozent an der Haller Akademie der Künste. Zuletzt hatte Raßl eine Stele für die Aussegnungshalle in Künzelsau gestaltet (das HT berichtete).

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