Brücke zum Ausbildungsplatz

158000 Euro stellt das Finanzministerium bereit, damit 80 schwächere Haupt- oder Werkrealschüler aus dem Kreis Hall im Herbst einen Ausbildungsplatz bekommen. In Kollegs werden sie darauf vorbereitet.

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Die Kollegs sieht Finanzminister Nils Schmid als eine "Brücke in die Ausbildung", wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Ziel sei es, dass schwächeren Jugendlichen auch kurzfristig der direkte Übergang von der Schule in die Berufsausbildung gelingt.

Wie solch ein Kolleg aussieht, beschreibt Ulrike Kunert von "Kompetenz&Bildung, Kunert&Buckel" aus Crailsheim. "Die Jugendlichen sollen wissen, wer sie sind, was sie wollen und was sie können", erklärt sie. Viele seien hinsichtlich der Ausbildungsplatzwahl weitgehend ahnungslos. Selbst nach Praktika wüssten sie oft nicht, welche Anforderungen der Beruf und der Betrieb an den Auszubildenden stelle. Deshalb arbeitet ihre gemeinnützige GmbH, die sie mit Marcus Buckel betreibt, nur mit Honorarkräften zusammen, die aus der Praxis kommen. Das sind aktive oder passive Techniker, Handwerksmeister oder auch Personalverantwortliche.

"Wir suchen noch dringend Leute, die im Berufsleben stehen oder standen", wirbt Ursula Kunert. Gefragt seien auch erfahrene Praxishelferinnen oder andere Dienstleister. Die Schüler sollten überwiegend als Azubis für Handwerksberufe fit gemacht werden. Angesprochen werden Schüler der 9. und 10. Klassen in Crailsheim, Rot am See, Frankenhardt, Kirchberg, Fichtenberg, Gaildorf und Hall.

Die Crailsheimer Gesellschaft ist erst im Jahr 2010 gegründet worden - und hat den Zuschlag des Ministeriums für den Kreis Hall erhalten. Für Ursula Kunert ist das auch ein Beweis für den Erfolg ihres praxisnahen Konzepts. Kooperiert werde mit der Agentur für Arbeit. Finanzielle Unterstützung komme auch von Firmen und Handelsbetrieben.

In ländlichen Regionen wie Hohenlohe könnten die Kollegs nicht in Wochenblöcken angeboten werden. Ein Grund sei, dass in den Sommerferien Busse nicht wie zu Schulzeiten fahren. Deshalb werde auf schulfreie Nachmittage oder Samstage ausgewichen. Ergänzend zum Training werde im Klettergarten Teamfähigkeit geübt.

Mit den Schülern werde ein Vertrag geschlossen, in dem sich der Teilnehmer verpflichte, bis zum Ende mitzumachen. Allerdings sei dieser nicht rechtsverbindlich. "Es gibt keinen, der am Ende des Trainings nicht weiß, was er will oder sagt ,Ich hab nichts", sagt Ursula Kunert über die Erfolgsquote. Aus dem Kurs 2013 sei keiner in einer Warteschleife wie der Berufsförderung gelandet. Einige Teilnehmer hätten sich entschlossen, die 10. Klasse zu machen oder die Berufsfachschule zu besuchen.

Der Zuschuss beträgt rund 2000 Euro je Teilnehmer, erklärt Matthias Jekosch von der Pressestelle des Finanzministeriums.

Info Interessenten, die nicht über Schulen direkt angesprochen werden, können sich auch bei "Kompetenz&Bildung" melden. Ansprechpartner sind Ursula Kunert (07951) 26555 und Marcus Buckel (07954) 925481. Auch potenzielle Honorarkräfte können dort anrufen.

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