Bruchlandungen sind Ausnahme

Wie wird das Höhenruder kontrolliert, wie das Querruder? Kinder haben beim Ferienprogramm der Gemeinde Bühlertann gelernt, wie sie Modellflugzeuge steuern. Ohne Bruchlandung geht es aber nicht.

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Fachmann Sven Steinhauer erklärt seinen "Schülern" Falk Wengert, Jonas Wanner und Luca Seitz (von links), wie sie ein Modellflugzeug steuern können.  Foto: 

Pfeilschnell fliegt " Ikarus" über das Gelände bei Kottspiel, um dann in einer eleganten Rechtskurve wieder Richtung Landebahn zu schweben. Gebannt verfolgt Falk Wengert aus Bühlertann mit den Augen sein in der Luft schwebendes, strahlend weißes Fluggefährt. Eine leichte Berührung am Steuergerät, und das Modellflugzeug setzt auf der Piste auf. Der zwölf Jahre alte Falk freut sich über die sichere Landung des Modellflugzeugs.

"Auf keinen Fall in den laufenden Propeller fassen"

Fast 20 Jungen nutzen das Angebot des Ferienprogramms der Gemeinde Bühlerzell und tauchen einen Nachmittag lang in die Welt des Modellfliegens ein. Bevor es an den Jungfernflug geht, erklärt Daniel Gehring die Verhaltensregeln auf dem Flugplatz oberhalb der Fischach. "Ohne Absprache darf keiner in die Piste laufen. Und fasst auf keinen Fall in den laufenden Propeller", warnt der 34 Jahre alte Vorsitzende des Modellbau-Clubs Bühlertal seine Flugschüler.

Um die Flugmaschinen sicher in der Luft zu halten, erklärt Gehring das Steuergerät. "Mit dem rechten Knüppel steuert man das Querruder. Damit wird eine Kurve eingeleitet. Der linke Knüppel kontrolliert das Höhen- und Seitenruder, den dürft ihr nie nach vorne drücken, sonst stürzen wir ab", sagt Gehring mit einem Augenzwinkern. Damit es nicht zu einer Bruchlandung kommt, wird jeder Junge von einem erfahrenen Piloten mit zweitem Steuergerät unterstützt.

Sven Steinhauer nimmt Falk Wengert und Jonas Wanner unter seine Fittiche. Steinhauers Flugmodell "Ikarus" muss noch mit Sprit aufgetankt werden. "Früher bestand der Treibstoff aus Methanol und Rhizinusöl, heute verwendet man Methanol und synthetische Öle", erklärt der 41-Jährige. Falk sammelte bereits im vergangenen Jahr Flugerfahrungen, Jonas dagegen ist zum ersten Mal auf dem Flugplatz. Mit sicherer Hand steuert er seinen Flieger in den strahlend blauen Himmel. Etwa zehn Minuten kann "Ikarus" seine Runden ziehen, dann ist der Tank leer und muss neu gefüllt werden.

Luca Seitz aus Bühlertann muss sein Modell nach einem Absturz im Maisfeld suchen. "Die Steuerung hat nicht mehr reagiert", sagt der Neunjährige. Die Bruchlandung hat aber keinen größeren Schaden angerichtet. Nach einer kleinen Reparatur kann der Flieger wieder in den Himmel steigen.

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