Unterkunft für Flüchtlinge ist fast fertig

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Die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtling, die der Landkreis Schwäbisch Hall am Rand des Gründelhardter Gewerbegebiets Niederbachweg gebaut hat, steht kurz vor der Fertigstellung. In dieser Woche werden noch die Küchen eingebaut, anschließend folgt die Einrichtung, dann ist das Haus bezugsfertig. „Wir gehen davon aus, dass zum 1. Dezember die ersten Bewohner hier einziehen können“, berichtet Marina Köhler, Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises. Am Samstag hat sie gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Schmidt das Haus für die Öffentlichkeit geöffnet.

Rund eine Million Euro hat der Landkreis in den Bau des zweistöckigen Gebäudes gesteckt. Es ist in Modulbauweise und nach den Richtlinien der Energieeinsparverordnung erstellt worden. Maximal 33 Personen können hier untergebracht werden. Das untere Stockwerk wird der Landkreis für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen nutzen. In den fünf Zimmern dieser Etage haben je drei Personen Platz.

Das Obergeschoss hat die Gemeinde Frankenhardt vom Landkreis angemietet. „Die neun Zimmer im oberen Stock werden wir für die Abschlussunterbringung nutzen“, sagt Bürgermeister Jörg Schmidt. „Wir gehen derzeit von einer Doppelbelegung aus.“

Die Zimmer sind allesamt an eine Brandmeldeanlage angeschlossen und mit Betten, Spinden, Tisch, Stühlen und einem Kühlschrank ausgestattet. Zur Grundausstattung gehören außerdem eine Matratze, Bettzeug und Handtücher sowie Töpfe, Pfannen und Küchenutensilien.

Der karge Eindruck, den die Zimmer vermitteln, ist dem Brandschutz geschuldet, erklärt Marina Köhler: „Bandschutz hat hier hohe Priorität. Es dürfen keine schnell entflammbaren Materialien in den Zimmern sein, also keine Sofas und keine Teppiche.“

Neben den Zimmern gibt es eine Gemeinschaftsküche, Toiletten und Duschräume für Männer und Frauen sowie auf jeder Etage einen Gemeinschaftsraum. Im Erdgeschoss befindet sich außerdem ein Waschraum mit Waschmaschinen und Trocknern.

„Wir haben hier die einzige Flüchtlingsunterkunft des Landkreises, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat. Mit dem Strom wird die Fußbodenheizung betrieben“, erklärt Köhler. Eine Flüchtlingsunterkunft mit Fußbodenheizung, auch das ist bisher einmalig im Landkreis.

Sobald die Unterkunft bewohnt ist, werden sich ein Hausmeister und ein Sozialberater um das Haus und seine Bewohner kümmern – auf beiden Etagen. Das ist einer der Synergieeffekte, die sich die Gemeinde davon verspricht, wenn die vorläufige Unterbringung und die Anschlussunterbringung künftig unter einem Dach stattfinden. „Die Gemeinde betreibt mit der Anmietung des oberen Stockwerks außerdem Vorsorge, dass ausreichend Platz zur Verfügung steht“, so Jörg Schmidt.

Dass das Thema Flüchtlinge kein „Aufregerthema“ mehr ist, sieht der Bürgermeister vor allem in der Arbeit des Helfer- und Freundeskreises Integration begründet. Der sucht übrigens für die neue Gemeinschaftsunterkunft und deren Bewohner weitere Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Aktuell leben in Frankenhardt insgesamt 57 Flüchtlinge. Zehn Flüchtlinge befinden sich noch in der vorläufigen Unterbringung in der Zuständigkeit des Landkreises und 45 werden in der Anschlussunterbringung von der Gemeinde betreut. Außerdem gibt es zwei unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Die Unterbringung erfolgt bislang in Gemeindewohnungen oder in Privatwohnungen, die die Gemeinde angemietet hat in Gründelhardt, Honhardt und Oberspeltach sowie in einem Mehrfamilienhaus im Fasanenweg in Oberspeltach, das der Landkreis gekauft hat. Dieses Haus steht derzeit zum Verkauf, da es mit Inbetriebnahme der neuen Unterkunft in Gründelhardt nicht mehr benötigt wird. hof

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Kommentare

17.11.2017 08:00 Uhr

Ein Herzliches Willkommen

an die Menschen die geflüchtet sind. Sie mögen hier das finden, das eigentlich selbstverständlich sein sollte. Eine friedliche freundliche Umgebung und hilfsbereite Menschen .

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