Brand in Gaisdorf: Kritik an Gerüchten

Das Wohnhaus, das am Montag in Untermünkheim-Gaisdorf gebrannt hat, ist unbewohnbar. Die Besitzer haben sich einen Wohncontainer organisiert.

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  • Der Dachstuhl des Fachwerkhauses in Gaisdorf ist völlig abgebrannt, die Ausstattung ist unbrauchbar geworden. Foto: Marc Weigert 1/9
    Der Dachstuhl des Fachwerkhauses in Gaisdorf ist völlig abgebrannt, die Ausstattung ist unbrauchbar geworden. Foto: Marc Weigert
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Noch bis Dienstagmittag waren Mitglieder der Untermünkheimer Feuerwehr in Gaisdorf im Einsatz: In der Nacht auf Dienstag, um Brandwache zu halten und aufflammende Glutnester zu löschen, und am Dienstagvormittag, um der Kriminalpolizei behilflich zu sein. Diese suchte unter dem Brandschutt nach Hinweisen auf die Brandursache. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", sagt Polizeisprecher Hans-Ulrich Stuiber. Er fügt mit Blick auf die in der Gemeinde kursierenden Gerüchte hinzu: "Es gibt keine Hinweise auf Brandstiftung - die Untersuchungen laufen. Wir halten uns an Fakten." Bis die Ergebnisse vorliegen, dürfte einige Zeit vergehen, meint Stuiber. Zum Hintergrund: Im Herbst war die Scheune des Hauses abgebrannt. Die Sachverständigen hatten die Ermittlungen abgeschlossen, ohne eine Brandursache zu finden, so Stuiber. Er korrigiert die Höhe des Schadens an dem Wohnhaus nach unten: Der Schaden liege zwischen 200.000 und 300.000 Euro.

Am Dienstagnachmittag rückten die letzten Feuerwehrleute ab, berichtet Untermünkheims Kommandant Martin Munz. Die Feuerwehr hatte das Feuer, das am Montag gegen 12.40 Uhr gemeldet worden war, am späten Nachmittag gelöscht. Drei, vier Mann hielten Brandwache. Der Dachstuhl sei völlig zerstört, das Treppenhaus und zwei Zimmer ausgebrannt. Durch das Löschwasser und den Rauch dürften alle Räume in Mitleidenschaft gezogen worden sein, meint Munz: "Darin wohnen kann man zunächst nicht." Ausdrücklich lobt er die Gaisdorfer: "Es gab keine Behinderungen durch Schaulustige." Und überhaupt: "Wir werden in Gaisdorf gut versorgt." Wie schon beim Brand im Herbst hätten auch jetzt die Nachbarn seine Leute mit Kaffee oder belegten Broten verpflegt. "Ihr dürft auch mal so kommen - ohne Einsatz", sei gefrotzelt worden.

Die vier Bewohner des Hauses waren am Montag in einem Gasthof untergekommen, berichtet Bürgermeister Christoph Maschke. Über das DRK vermittelte er eine Kleiderspende, aus der Verwaltung ein Hygieneset. Inzwischen habe sich die Familie einen Wohncontainer organisiert. Maschke distanziert sich von den Gerüchten. "Einen Brand erleidet niemand absichtlich." Für jeden gelte zudem die Unschuldsvermutung.

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Kommentare

28.02.2013 14:49 Uhr

Brand in Gaisdorf.

Ich finde die Familie kann einem nur leid tun.Nicht genug das sie alles verloren haben,nein es muß mal wieder Leute geben die alles besser wissen.So lange die Brandursache noch nicht feststeht sollte man mit solchen Vermutungen,Gerüchten oder Meinungen vorsichtiger sein.
Der Brand in Gaisdorf ist ja wie man in den Berichten vom Haller Tagblatt sieht(wo es gerade überall brennt und was) gerade kein Einzelfall.

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