Bis zu 170 Menschen sollen ins Adelheidstift - "Fest der Begegnung" geplant

Das Landratsamt Schwäbisch Hall geht davon aus, dass im Adelheidstift in Kirchberg bis zu 170 Flüchtlinge untergebracht werden können. Diese Zahl wird vermutlich in einigen Monaten erreicht werden.

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29 Asylbewerber werden im Februar, also ab der kommenden Woche, im Adelheidstift untergebracht. Von da an sollen monatlich weitere 30 Menschen dazukommen. Diese Zahlen hat Martina Steinecke, Dezernatsleiterin im Landratsamt, jetzt im Kirchberger Gemeinderat genannt, in dem sie mit Oliver Raschke, dem Leiter des Amts für Migration, die Pläne des Landratsamts erläuterte. Demnach wird das Landratsamt außer einem Hausmeister eine sozialpädagogische Betreuungskraft stellen, deren Beschäftigungsumfang bei voller Belegung des Hauses 100 Prozent erreichen soll. Einen eigenen Heimleiter wird es für das Adelheidstift nicht geben. Oliver Raschke verwies auf eine entsprechende Nachfrage aus dem Gemeinderat darauf, dass es im Landratsamt in Hall einen Heimleiter gebe, der für alle Asylbewerber-Unterkünfte des Landkreises zuständig sei.

Das Landratsamt gehe davon aus, dass es in diesem Jahr 400 Menschen unterbringen müsse, sagte Steinecke, sie wisse jedoch nicht, wer dem Kreis zugeteilt werde. "Wir sind bemüht, die Menschen so unterzubringen, dass es nach Nationalität und Religion zusammenpasst", betonte Steinecke.

Die Unterbringung von bis zu 170 Menschen setzt voraus, dass dies als Nutzungsänderung baurechtlich genehmigt wird. Eine solche Genehmigung hat das DRK, das Eigentümer des Adelheidstifts ist und das Haus für fünf Jahre an den Landkreis vermietet hat, inzwischen beim Landratsamt beantragt. Baurechtlich gilt das Adelheidstift immer noch als Erholungsheim; zuletzt hatte es 55 Betten.

Wie Bürgermeister Stefan Ohr dem Gemeinderat berichtete, hat sich in der Stadt inzwischen ein "Freundeskreis Asyl Kirchberg" gebildet. Dies ist das Ergebnis eines runden Tisches, zu dem sich Kirchberger Bürger in der vergangenen Woche mit der Stadtverwaltung und den beiden Kirchengemeinden getroffen haben. In dem Freundeskreis wird es eine sechs- bis siebenköpfige Koordinierungsgruppe geben, die die Angebote der ehrenamtlichen Helfer bündelt. Die Stadtverwaltung übernimmt für den Freundeskreis die Verwaltung der Finanzen. Geplant sind zudem eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung und ein "Fest der Begegnung".

"Wir gehen davon aus, dass wir ein gutes Angebot für die Asylbewerber haben werden", meinte Bürgermeister Ohr. Der Freundeskreis könne sich beispielsweise um die Freizeitgestaltung, die Sprachförderung und um Beschäftigungsmöglichkeiten kümmern. Der runde Tisch sei sich darin einig gewesen, dass bei der Unterbringung der Flüchtlinge nicht die alte Norm von mindestens 4,5 Quadratmetern Wohnfläche pro Person zugrunde gelegt werden dürfe, sondern schon jetzt mindestens sieben Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen sollten, wie künftig vorgeschrieben, erklärte Ohr unter dem Beifall des Gemeinderats und einer großen Zahl von Zuhörern.

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