Bilanz der Touristikmesse CMT: Besucher interessieren sich vor allem für Radkarten

Vor einer Woche ging die CMT zu Ende. Das Urteil der Aussteller reicht von "sehr zufrieden" bis "super". In der Region befinden sich Wandern und Radfahren weiter im Aufwind. Für beides gibt es neue Karten.

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Über Langeweile brauchte sich das Standpersonal auf der CMT, der nach eigenen Angaben weltgrößten Publikumsmesse für Tourismus, nicht zu beklagen. 241.000 Besucher in neun Tagen sind ein Rekord.

"Wir hatten noch mehr zu tun als im vergangenen Jahr", berichtet Simone Lindner, bei Hohenlohe+Schwäbisch Hall Tourismus (HS-Tourismus) zuständig für die Pauschalbuchungen. "Bis einschließlich Donnerstag war viel los, danach etwas weniger. Das Hauptinteresse lag beim Infomagazin "Guck mal" sowie bei den Rad- und Wanderkarten. Außerdem fragten die Besucher häufig nach dem Kocher-Jagst-Trail, dem neuen 200-Kilometer-Wanderweg in Hohenlohe, sowie nach dem Dauerbrenner Kocher-Jagst-Radweg.

"Die Leute sprechen positiv über unsere Region. Viele waren bereits einmal bei uns. Die Besucher interessieren sich gezielt", sagt Silke Rüdinger, die Leiterin der Geschäftsstelle bei HS-Tourismus. Der Kreßberger Reinhold Kett mit den sortenreinen Apfelsäften und den daraus hergestellten Saft-Gummibärchen brachte mit seiner urigen Art die Leute dazu, am Stand in Halle 6 stehen zu bleiben. Außerdem gab es Wein- und Bierproben, unter anderem von der Crailsheimer Engel-Brauerei.

"Wie in jedem Jahr weckt unser ehrenamtliches Stammpersonal, Angehörige der Bürgerwache und der Fränkischen Familie, durch seine traditionellen Uniformen und Trachten großes Interesse", berichtet Verena Kurz von der Crailsheimer Wirtschaftsförderung. Vielen Besuchern sei die Stadt bereits durch die gute Autobahnanbindung vom Namen her bekannt. Kurz hofft nun auf "den einen oder anderen Autofahrer, der ohne unsere Infos über kulturelle und bauliche Highlights an uns vorbeirauschen würde".

Mit großem Aufwand wurde auf der CMT die neue "E-Bike-Region Stuttgart" umworben. Die 3000 Prospekte waren schnell weg. Andreas Fritz, Presserefent des Landratsamtes Ludwigsburg, freut sich: "Wir können von einem gelungenen Start sprechen. Die E-Bike-Region Stuttgart ist für den Naherholungstourismus ein starker Partner." HS-Tourismus ist in dieses Projekt von fünf Landkreisen nicht eingebunden, hat aber eine ähnliche Strategie: den Radsüden, bei dem sogar sechs Touristik-Gemeinschaften in Nordwürttemberg zusammenarbeiten. Die entsprechende Karte kam zur CMT 2013 heraus. Die Auflage betrug 150.000 Stück, am Nachdruck wird bereits gearbeitet. Zur aktuellen CMT kam die Karte zum "Wandersüden" heraus, in der 17 Wanderwege von 27 bis 736 Kilometer Länge verzeichnet sind.

Ein Teil davon ist der Limeswanderweg im Schwäbischen Wald. Für den 50-Kilometer-Weg entlang des Unesco-Weltkulturerbes von Mainhardt und Großerlach-Grab bis nach Alfdorf wurden Audiodateien eingerichtet. An den Sehenswürdigkeiten können über das Mobiltelefon Details aus der römischen Vergangenheit des Limes abgehört werden.

Zufrieden zeigte sich auch Andreas Dürr, Geschäftsführer der Tourismusgemeinschaft Hohenlohe: "Am meisten wurde das Wandern nachgefragt. Aber die Ansprüche der Wanderer steigen." Nun soll es für 100.000 Euro neue Wegweiser im Hohenlohekreis geben.

Infos www.hs-tourismus.de, www.hohenlohe.de,

www.e-bike-region-stuttgart.de, www. schwaebischerwald.com, www.freizeitportal.rems-murr-kreis.de, www.wandersüden.de

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