Bettina Wilhelm hat "Lust auf den Job"

In Schwäbisch Hall hat die zuletzt verzweifelt anmutende Kandidatensuche der Stuttgarter SPD Erfolg gehabt: Bettina Wilhelm, Erste Bürgermeisterin der Stadt, tritt für die Partei bei der OB-Wahl in Stuttgart an.

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Kandidiert bei der OB-Wahl in Stuttgart: die Haller Bürgermeisterin Bettina Wilhelm. Privatfoto

Bettina Wilhelm tritt damit bei der Wahl um die Nachfolge von Wolfgang Schuster am 7. Oktober gegen den Grünen Fritz Kuhn und den von der CDU nominierten parteilosen Werbeprofi Sebastian Turner an, der auch von der FDP und den Freien Wählern unterstützt wird.

"Ich bin eine Alternative, denn ich habe ein anderes Profil als Kuhn und Turner", gibt sich die parteilose Bettina Wilhelm selbstbewusst: "Wenn ich ins Spiel komme, werden die Karten neu gemischt." Ihre Motivation? "Ich habe Lust auf den Job." Ihre Chancen? "Liegen bei einem Drittel."

Und: Sie fühle sich mit ihrer Heimatstadt - Wilhelm ist in Stuttgart-Rotenberg geboren - eng verwurzelt, sei bodenständig und habe mit Sorge die Entwicklung beobachtet - "der Riss, der wegen Stuttgart 21 durch die Gesellschaft, ja durch ganze Familien geht". Als Stadtoberhaupt wolle sie die "basisdemokratische Entscheidung" der Bürgerinnen und Bürger von Baden-Württemberg "konstruktiv und kritisch" begleiten.

Ihre Stärken? Wilhelm verweist auf ihre langjährige Erfahrung in Kommunalpolitik. Fünf Jahre war sie Gleichstellungsbeauftragte in Ludwigsburg, seit 2006 Leiterin des Geschäftskreises Kultur und Soziales in Kirchheim unter Teck, seit April 2009 ist sie Erste Bürgermeisterin in Hall. Weder Kuhn noch Turner haben Vergleichbares vorzuweisen. Wilhelm ist überzeugt: "In Kommunen gelten andere Spielregeln als in Unternehmen."

Mit der "Nähe zu den Menschen" will die Wengertertochter bei den Wählern in Stuttgart punkten. Und ihr Job als Erste Bürgermeisterin von Hall? Wilhelm schwärmt von der "Großzügigkeit und Weltoffenheit" der Stadt und gibt zu: "Ich bin gerne in meiner jetzigen Tätigkeit. Wenn es nicht klappt, bleibe ich in Schwäbisch Hall."

Bettina Wilhelm wird sich nicht beurlauben lassen, sondern ihren Urlaub in die "fünf Wochen heißen Wahlkampf" investieren. Bis Ende August werde sie Termine wahrnehmen und in der Stadt präsent sein. Denn eines, sagt die Mutter zweier erwachsener Töchter, ist ihr sehr wichtig: "Ich möchte bei den Hallern um Verständnis für diesen Schritt werben." Eine solche Chance bekomme man nur einmal im Leben.

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