Betreuung für 20 Euro im Monat Angebot an Grundschule Bühlertann - Eltern wissen ihr Kinder in guten Händen

Zu aller Zufriedenheit, so Erzieherin Heidrun Kurz im Gemeinderat, habe sich die Kernzeitbetreuung an der Grundschule in Bühlertann entwickelt. Ein überzeugendes Betreuungskonzept sei umgesetzt worden.

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Jasmin Müller, Laura Kurz, Aileen Singer und Lukas Schirle fühlen sich bei den Betreuerinnen Heidrun Kurz (links) und Iris Stöcker gut aufgehoben. Foto: Arslan

Die Problematik wird schon länger diskutiert. Noch unter Kultusministerin Annette Schavan wurde der Begriff "verlässliche Grundschule" geprägt. Es ging damals unter anderem darum, zwei entscheidende Ziele für die pädagogische Weiterentwicklung zu formulieren: die Gewährleistung verlässlicher Unterrichtszeiten und die Ergänzung des Vormittagsunterrichts durch bedarfsorientierte Betreuungszeiten.

Vor der Einführung dieses Konzepts war es für Eltern schwierig gewesen, die Unterrichtszeit ihrer Kinder verlässlich in das Familienleben einzuordnen. Der Beginn des Unterrichts war auf die ersten drei Stunden verteilt, das Unterrichtsende in manchen Schulen teilweise bereits nach der dritten Stunde vorgesehen. Bei einer plötzlichen Erkrankung von Lehrkräften wurden die Schüler manchmal schon vormittags nach Hause geschickt. Mit dem Übergang zur verlässlichen Grundschule wurde die Unterrichtszeit an den Grundschulen neu geplant.

Kein Kind kommt in der Regel früher als im Stundenplan vorgesehen nach Hause. Darüber hinaus wird an vielen Grundschulen vor und nach dem planmäßigen Unterricht eine Betreuungszeit, die so genannte Kernbetreuungszeit, angeboten. Diese Kernzeitenbetreuung findet an vielen Grundschulen zwischen 7 und 14 Uhr statt. Damit wird den Bedürfnissen der Eltern Rechnung getragen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert.

In der Gemeinderatssitzung am 24. November 2010 in Bühlertann war den Räten das Konzept an der Grund-, Haupt und Realschule vorgestellt und über ein neu zu schaffendes Betreuungsangebot des Schulzentrums nachgedacht worden. Nach anfänglich zögerlichem Anlauf, Umfragen unter den Eltern und Elternversammlungen konnte die Schule dann im Schuljahr 2012/2013 die Kernzeitbetreuung an allen fünf Wochentagen anbieten. Die Organisation ist offensichtlich vorbildlich, wie dem Gemeinderat von der Erzieherin berichtet wurde. Die Eltern teilen mit, ob ihr Kind von ihnen selbst beziehungsweise einem Geschwisterkind abgeholt wird oder ob es allein nach Hause gehen kann.

Bei Krankmeldungen oder Abmeldungen rufen die Eltern zwischen 8 und 9 Uhr an. Heidrun Kurz und Iris Stöcker betreuen in diesem Schuljahr 17 Kinder. Das Modell ist sehr flexibel. Nicht alle Kinder nehmen die Betreuungszeit jeden Tag wahr. Die Eltern orientieren sich unter anderem auch am Stundenplan.

Seit Start des Betreuungsprogramms hat sich die Zahl der teilnehmenden Schüler nahezu verdoppelt. Den Schülern stehen drei Räume zur Verfügung: ein Spiel- und Bastelraum, ein Raum für Hausaufgaben und ein Ruheraum mit Kissen, Matratzen und Teppichboden. Außerdem besteht für die Kinder die Möglichkeit am Mittagstisch teilzunehmen.

Die Schule hat den Stundenplan der Grundschüler optimiert. Der Unterrichtsbeginn ist jeweils in der ersten Stunde. Falls ein Kind früher kommen sollte, wird es im Kindergarten betreut. Die beiden pädagogischen Kräfte wechseln sich ab. An Tagen mit besonders hohem Andrang sind beide anwesend.

Die Betreuung kostet monatlich 20 Euro, unabhängig von der Anzahl der Tage, an denen die Betreuung in Anspruch genommen wird. Die Betreuungszeit ist von 11.30 Uhr bis 14 Uhr festgelegt.

Schulleiter Rüdiger Vetter-Dannenmaier ist überzeugt, dass das Angebot der sich verändernden Familienstruktur entgegenkommt.

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