Betreuung bis 17 Uhr möglich

Der Gemeinderat Langenburg hat der Einrichtung einer Ganztagesschule grundsätzlich zugestimmt. Das Konzept für die Grundschule soll es ermöglichen, Kinder an drei Tagen bis 17 Uhr zu betreuen.

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Im Kindergarten ist die Ganztagesbetreuung, zu der ein Mittagessen gehört, bereits Praxis. Auch die Erstklässler der benachbarten Grundschule, die bis 14 Uhr in der Schule bleiben können, erhalten ein Mittagessen. Jetzt soll die Schule mit den Kindern der Klassen 2 bis 4 nachziehen. Nach dem Konzept, das Schulleiter Bernhard Jakob dem Gemeinderat vorgestellt hat, sollen auch den Zweit- bis Viertklässlern ein Mittagessen angeboten werden, darüber hinaus soll ihre Betreuung dienstags, mittwochs und donnerstags bis zum Ende der neunten Stunde, also bis 17 Uhr, gesichert sein.

Eine wichtige Rolle bei der Betreuung sollen die Langenburger Vereine spielen, die den Kindern in der achten und neunten Schulstunde, also von 15.35 Uhr bis 17 Uhr, Angebote wie Sport, Spiel und Basteln machen sollen. Grundlage dafür ist das Jugendbegleiter-Programm des Landes, mit dem "außerunterrichtliche Bildungs- und Betreuungsangebote" an Schulen unterstützt werden. Zum Konzept gehört auch eine Hausaufgabenbetreuung, die allerdings kostenpflichtig sein wird.

Das Mittagessen könnte in der Küche der Stadthalle zubereitet werden. Die Grundschüler sollen es gemeinsam mit den Vorschulkindern des Kindergartens vorerst im Vereinszimmer in der Stadthalle einnehmen. Später soll für diesen Zweck zwischen der Grundschule und dem Kindergarten ein gemeinsamer Speisesaal errichtet werden.

Die Ernährungsexpertin Sabine Chilla, die die Stadt als Beraterin hinzugezogen hat, schätzt den täglichen Zeitaufwand für die Zubereitung des Mittagessens auf vier bis sechs Stunden, die auf zwei Personen verteilt werden könnten. Sie empfiehlt, das Mittagessen teils frisch zuzubereiten, teils Tiefkühlprodukte zu verwenden. Dann könne das Essen für sechs Euro pro Mahlzeit hergestellt und für drei Euro abgegeben werden.

Zweifel an dieser Rechnung äußerte Stadträtin Regine Stroner. Sie erklärte, angesichts der zu erwartenden Personalkosten könne das Mittagessen nicht ohne ehrenamtliche Helfer angeboten werden. "Es ist klar, dass das Essen ein Zuschussbetrieb ist", meinte Bürgermeister Wolfgang Class dazu. "Wir müssen das machen, auch wenn wir keine ehrenamtlichen Helfer haben", betonte Stadtrat Klaus Groninger, und Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg erklärte, die Einrichtung der Ganztagesbetreuung sei eine Investition in die Zukunft.

Die Entscheidung für das Konzept der Ganztagesbetreuung fiel einstimmig. Nach diesem Grundsatzbeschluss sollen noch weitere Einzelheiten festgelegt werden.

Bedenken gegen zwei von drei Vorrangflächen
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