Besucher staunen ungläubig in Hengstfeld

Beim Viehmarkt in Hengstfeld spielen Rinder keine Rolle mehr. Dagegen hat sich neben dem Bürgerabend die Pferdeprämierung, mit der 1994 der Markt wiederbelebt wurde, fest etabliert.

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Ungläubig staunend, völlig verblüfft und immer wieder mit den Worten "Das gibt's doch nicht" - so reagierte das Publikum beim Hengstfelder Bürgerabend auf die Vorstellung des Zauberkünstlers Christian Fontagnier, der sich selbst "Mentalmagier" nennt. Magisch wirkt es allemal, was der 42-jährige Lehrer aus Ingelfingen auf der Bühne zeigt. Da ist es nur eine Kleinigkeit, dass er eine massive Bowling-Kugel aus einem Zeichenblock hervorzaubert. So richtig unglaublich wird es, wenn Fontagnier Besuchern auf den Kopf zusagt, was sie zuvor heimlich auf einen Zettel geschriebenoder welche Zahl sie soeben verdeckt gewürfelt haben.

Die Freizeitsportgruppe der Spielvereinigung Hengstfeld ist beim Bürgerabend fest gebucht. Auch in diesem Jahr hat sie den Krankenpflege-Förderverein Wallhausen mit einer Spende bedacht und ihm einen Scheck über 450 Euro überreicht. Das Geld ist der Erlös des Silvesterlaufs, den die Gruppe jetzt schon zum 28. Mal ausgerichtet hat.

Klein ist fein: Unverkennbar ist bei der Pferdeprämierung der Trend zum Kleinpferd. 28 von ihnen wurden gestern der Jury vorgestellt, während lediglich 14 Großpferde aufgetrieben wurden. Den Preisrichtern Karlheinz Steeb, Dr. Wolfgang Schork, Dr. Hartmut Ströbel und Karlheinz Bauer standen aber auch zwei Esel gegenüber: Emil und Pamiro, beide 15 Jahre alt, wurden von Gerlinde und Dieter Schad aus Unterweiler nach Hengstfeld gebracht. Von den Pferdemärkten in der Region sind die beiden nicht mehr wegzudenken.

Mit einem Schätzspiel wartete der Hengstfelder Ortschaftsrat auf. In einem kleinen Gehege hatte Uwe Vogel aus Roßbürg drei Schafe untergebracht, deren Gewicht die Besucher schätzen sollten. Für jeden Tipp kassierte Werner Ströbel aus Schönbronn einen Obolus von einem Euro. 277,6 Kilogramm brachten die Tiere auf die Waage; Helmut Lägler aus Hengstfeld gab mit 275 Kilogramm den besten Tipp ab.

"Katzenkino" nennt Erwin Brehm das Vogelhäuschen, das er auf dem Krämermarkt an der Festhalle angeboten hat. Die auf einem dreibeinigen Gestell angebrachte Futterstelle ist so konstruiert, dass Katzen die Vögel nicht erreichen können und sich deshalb aufs Zuschauen beschränken müssen. Außer dem Katzenkino hat der 61-jährige Rechenmacher Brehm aus Haundorf Insektenhotels, Zwitscherkästen, Glückspilze und natürlich Rechen im Sortiment - alles aus eigener Herstellung.

Mit Informationen über das Vogelschutzgebiet "Hohenloher Ebene östlich von Wallhausen" warteten das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart und der Landschaftserhaltungsverband Schwäbisch Hall auf. Sie erläuterten den Besuchern, mit welchen Maßnahmen dort Wachtelkönig und Kiebitz geschützt werden. Für den Kiebitz zum Beispiel wird dort eine zwei Hektar große Fläche, die das RP gekauft hat, so umgestaltet, dass der seltene Vogel, der sich bisher nur auf der Durchreise sehen lässt, dort brüten kann.

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