Besseres Klima nach schlechtem Start

Am 7. Juli hat der Fichtenberger Kindergartenausschuss getagt. Jetzt lag das Protokoll dem Gemeinderat vor - und warf Fragen auf.

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Er verstehe die ersten Sätze als Hilfeschrei, sagte Gemeinderat Mario Rieger, als das Protokoll der Kindergartenausschussitzung zur Diskussion stand. Von einem bewegten Jahr ist darin die Rede, von einem "großen Kolleginnenwechsel", von erkrankten Kolleginnen, längeren Ausfällen und Kündigungen kurz nach Dienstantritt. Diese Aussagen, meinte Rieger, passten zu dem Bild, das er in Gesprächen gewonnen habe. Der Fichtenberger Kindergarten habe im ganzen Landkreis einen schlechten Ruf, es werde über ihn gelästert und die Erzieherinnen seien unglücklich.

Die Verwaltung bestritt nicht, dass die Personalsituation im Kindergarten zumindest anfangs durch eine starke Fluktuation geprägt war, verwies aber darauf, dass das Protokoll ein komplettes Kindergartenjahr umfasse und dass die anfänglichen Probleme zwischenzeitlich gelöst worden seien. "Das Klima schaffen die Erzieherinnen und Eltern", sagte Bürgermeister Roland Miola. Allerdings sei man auch aktiv geworden, nachdem deutlich wurde, dass das Miteinander nicht richtig funktioniere. Es habe Klagen gegeben, man sei mit Desinteresse und Anspruchsdenken konfrontiert gewesen - es war "ein schlechter Start".

Reagiert wurde mit einem so genannten "Coaching", einer professionellen Begleitung also, die laut Protokoll positiv angeschlagen hat. Sichtbares Zeichen dafür sei der Vorgarten für Kleinkinder, den Eltern und Erzieherinnen gemeinsam eingerichtet haben. Die Eltern hätten allein 36 Arbeitsstunden investiert, betonte Miola.

Er begrüßte auch Riegers hartnäckiges Nachfragen: Der Gemeinderatsneuling wurde bereits in den Kindergartenausschuss gewählt und das, so Miola, sei offenbar eine "goldrichtige" Wahl gewesen. Auf Anfrage Riegers wird die Verwaltung nun noch klären, welche Kosten für die Gemeinde beim Wechsel eines Kindes in einen anderen Kindergarten anfallen. Dies sei im vergangenen Kindergartenjahr acht Mal geschehen, sagte Miola, allerdings könne man das nicht einfach mit Unzufriedenheit begründen. Manche Wechsel seien auch konzeptionell begründet, etwa wenn Eltern sich entscheiden, ihr Kind in einen Waldkindergarten zu schicken.

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