Berufe unter der Lupe

Für Bauunternehmen wird es immer schwieriger hoch qualifiziertes Personal zu finden. Die eigenen Auszubildenden sind die Fachkräfte von morgen. Leonhard Weiss stellt daher seine Ausbildungsberufe vor.

|
Auf dem Firmengelände hat das Unternehmen Platz die unterschiedlichen Tätigkeiten zu präsentieren. Auch das Schweißen von Schienen wird gezeigt. Archivfoto

Auf dem Firmengelände des Bauunternehmens gibt es am morgigen Samstag zwischen 9 und 13 Uhr Einblicke in die verschiedenen Berufsbilder. Auszubildende, Paten, Poliere und Meister stehen dann den Messebesuchern Rede und Antwort und informieren über den Ausbildungsablauf. Zusätzlich bietet sich an mehreren Messeständen die Gelegenheit das handwerkliche Geschick zu beweisen und die unterschiedlichsten Berufsbilder genau unter die Lupe zu nehmen.

Leonhard Weiss ist auf vielen JobBörsen vertreten. Dennoch veranstaltet das Unternehmen bereits zum siebten Mal die Ausbildungsmesse im eigenen Haus. "Hier können wir zeigen, wie das Berufsleben ,live aussieht. Wir haben für die vielen Berufsbilder ausreichend Flächen zur Präsentation und in unserem Versorgungsgelände können Klein- und Großgeräte vorgeführt und getestet werden", erklärt Ausbildungleiter Werner Bucher.

Gut ausgebildetes Personal zu bekommen, ist auch für das Bauunternehmen schwierig. Deshalb hat Leonhard Weiss bereits seit fünf Jahren die Ausbildungsquote auf circa zehn Prozent des gewerblichen Personals festgelegt. "Mit 204 Auszubildenden bei rund 2000 gewerblichen Mitarbeitern liegen wir noch in unserem Plan. Auch dem Ausbildungsbeginn 2013 sehen wir positiv entgegen, da wir bereits zum heutigen Tag mehr als 50 neue Auszubildende unter Vertrag haben", freut sich der Ausbildungsleiter. Und er weiß: "Wir brauchen gute Facharbeiter, um die architektonischen und technischen Herausforderungen meistern zu können und zufriedene Kunden zu generieren. Bauen ist eine anspruchsvolle Arbeit, bei der auch ,Köpfchen gefragt ist. Wir gewinnen über die Ausbildung unsere Facharbeiter und zukünftigen Führungskräfte", betont Bucher.

Um Auszubildende anzuwerben, präsentiert sich das Bauunternehmen als attraktiver Arbeitgeber: "Über verschiedene Projekte bieten wir den Auszubildenden viele Möglichkeiten ihre Persönlichkeit weiter zu bilden. Zum Beispiel sind Rhetorikkurse oder Telefontraining in die Ausbildung eingeflossen. Aber auch Lehrlingsbaustellen oder soziale Projekte stärken die Sozialkompetenz der Nachwuchskräfte. Nach einer erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung werden die jungen Kollegen in der Regel übernommen und mit speziellen Weiterbildungen in der eigenen Leonhard-Weiss-Akademie gezielt für zukünftige Aufgaben vorbereitet."

In den letzten Jahren konnten in Satteldorf immer zwischen 250 und 350 Jugendliche zur Ausbildungsmesse begrüßt werden. Daraus ergaben sich vielversprechende Kontakte. "Wir haben zum einen konkrete Bewerbungen erhalten - teilweise noch direkt am Messetag. Einige Jugendlichen haben das Angebot genutzt, sich für ,Schnuppertage anzumelden, um das ein oder andere Berufsbild näher kennenzulernen", betont Werner Bucher. Vor allem kaufmännische Ausbildungsberufe sind gefragt. "Bei den Industriekaufleuten ist die Anzahl der Bewerber pro Ausbildungsplatz deutlich am höchsten. Auch sind industrielle Berufe wie Elektroniker für Betriebstechnik und Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik immer noch ganz weit oben auf der Liste der Traumberufen. Nur zu oft werden die handwerklichen Ausbildungen und Anforderungen an Berufe wie Beton- und Stahlbetonbauer, Gleisbauer oder Straßenbauer unterschätzt. Diesem wirken wir mit unserer Messe entgegen. Es ist nicht untypisch, dass wir Schulabgänger für einen handwerklichen Ausbildungsberuf gewinnen können, obwohl diese sich das vor Besuch der Messe nicht einmal vorstellen konnten."

Mit der Ausbildungsmesse ist schon ein Schritt in Richtung Fachkräftesicherung gemacht. Aber das reicht nicht: "Man muss klar sagen: Die Mischung der Werbung um die jungen Mitarbeiter macht den Erfolg aus. Alleine eine Messe reicht nicht, um die Jugendlichen auf die Bauberufe aufmerksam zu machen und die rund 70 Ausbildungsplätze, die Leonhard Weiss jährlich anbietet, zu besetzen", betont Ausbildungsleiter Werner Bucher.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

„Aufnahmestopp“ als Warnsignal

Fachkräftemangel und fehlende Auszubildende im Crailsheimer Raum kommen in den Betrieben an. Das spürt auch die auf Dienstleistungen angewiesenen Bevölkerung. weiter lesen