Beltersroter Bach überlastet

Ingenieur Dr. Volker Schaardt brachte es auf den Untermünkheimer Ratstisch: Laut seinen Untersuchungen hätte das Künzelsauer Landratsamt den Neubau von Metzger in Neu-Kupfer so nicht genehmigen dürfen.

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"Die Entscheidung des Hohenlohekreises ist für mich nicht nachvollziehbar, dass die Regenwasser einleiten dürfen, so viel sie wollen", so Ingenieur Schaardt. Das Wasser fließe direkt in den Beltersroter Bach, der durch Kupfer fließt. Der Bach sei schon vorher überlastet gewesen: 400 Liter Wasser pro Sekunde dürften eingeleitet werden. Schon vor dem Neubau kamen beim rechnerisch stärksten Regen pro Jahr fast 1400 Liter pro Sekunde an - den Oberflächenabfluss vom Industriegebiet Greut und aus Beltersrot zusammen gerechnet, so das Büro. Durch den Metzger Neubau sei die Zahl auf rund 2000 Liter pro Sekunde gestiegen. Gemeinderäte und Zuhörer wirkten verblüfft. "Viele haben es geahnt, unsere Aufgabe war es, das nachzuweisen", kommentierte Untermünkheims Bürgermeister Christoph Maschke das Ergebnis.

Das Gutachten sei schon beim Regierungspräsidium (RP) eingereicht worden, das bisher noch nicht über die Einsprüche gegen den Bau entschieden hat. "Damit haben wir dem RP eine weitere Entscheidungsgrundlage gegeben", so der Bürgermeister. Eine Lösung sei laut Schaardt, ein rund 500 Kubikmeter fassendes Becken, das Oberflächenwasser zurück hält. Zwar gebe es bereits ein 100-Kubikmeter-Becken auf dem Metzger-Areal. Das vermindere nicht die Zuflussmenge in den Bach, das Wasser laufe hindurch.

Das Büro Dr. Rescher und Partner aus Weißenburg hatte im Auftrag der Gemeinde Untermünkheim untersucht, wie es mit der Entwässerung des Metzger-Areals aussieht. Die Gemeinde und Bürger von Kupfer haben gegen den Neubau Einspruch erhoben. Nach eigenen und Angaben von Maschke habe sich das Büro bei derartigen Gutachten einen Namen gemacht.

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