Beim Jubiläum der Schrozberger Landjugend wissen auch alte Hasen zu überzeugen

Vor vollem Haus spulte zum "60er" die Landjugend Schrozberg ein vierstündiges Programm ab, das keine Langeweile aufkommen ließ. Die "alten Hasen" waren genauso engagiert wie die "jungen".

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  • Erst der Foto-Blitz lüftet das Geheimnis: Hinter den grünen Lichtgeistern steckten Schrozberger Landjugend-Jungs in schwarzen Kostümen. Fotos: Manfred Mühlenstedt 1/2
    Erst der Foto-Blitz lüftet das Geheimnis: Hinter den grünen Lichtgeistern steckten Schrozberger Landjugend-Jungs in schwarzen Kostümen. Fotos: Manfred Mühlenstedt
  • Die vier altgedienten Comedians (von links) Erwin Oberndörfer, Dieter Vogt, Günther Fischer und Lothar Mühlenstedt machten nachdrücklich klar, dass ihnen ihr schräger Humor noch nicht abhandengekommen ist. 2/2
    Die vier altgedienten Comedians (von links) Erwin Oberndörfer, Dieter Vogt, Günther Fischer und Lothar Mühlenstedt machten nachdrücklich klar, dass ihnen ihr schräger Humor noch nicht abhandengekommen ist.
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"Die alten Hasen fressen auch noch grünen Klee, genauso wie die jungen. . .". Die "Harmonists" präsentierten diesen Schlager schwungvoll und mit Herzblut beim Jubiläums-Dorfabend der Landjugend am Samstag in der Stadthalle Schrozberg. Das passte. Der grüne Klee muss an diesem Abend besonders saftig gewesen sein, denn bei jedem Sketch, bei jedem Vortrag, bei jedem Spiel sprang der Funke über auf ein begeistertes Publikum.

Bei Jubiläen müssen Grußworte sein. Sie waren erfreulich kurz. Bürgermeister Klemens Iszak, bekennender Vor-Sechziger, die Vertreterinnen der Kreislandfrauen Gerti Häußermann und Luise Häffele und der Vertreter des Bauernverbandes Wilhelm Wackler würdigten den Verein. Franziska Oberndörfer (20) und Matthias Stör (23) moderierten das Programm professionell und charmant. Dabei hatten sich die "alten Hasen" massiv engagiert.

Beim "Männerturnen" waren gleich mehrere ehemalige Vorstände mit von der Partie. Kommandiert von Heinz Nicklas, exerzierten Walter Markert, Marlies Sausele, Karl Gerlinger, um nur einige zu nennen, mit der gebotenen Gelassenheit. Danach waren die Trachtentänzer dran. Renate Bullinger gab den Takt vor. Und der war zum Schluss ganz schön rockig. Als satirische Einlage gab es dann einen Sketch, mit dem Svenja Mühlenstedt und Lukas Waldmann bewiesen, dass die Legende vom "Kupferdräwer" auch heute noch für Lacher im Publikum taugt.

Ein Höhepunkt stand an: Die "Landjugend Harmonists" hatten sich wieder zusammengefunden. Wie in alten Zeiten intonierten die Solisten unter Führung von Rainer Hofmann die Schlager der Zwanziger. Schwungvoll, harmonisch, mit Timbre im Tenor und Herzblut im Bass erstand der "Kleine grüne Kaktus" wieder auf und "Donna Clara" tanzte wieder. Ein ganz besonderes Spitzlicht war der Song von den "alten Hasen". Selbstverständlich gingen die Harmonists nach langem Applaus nicht ohne Zugabe.

Mittlerweile trafen die Europaabgeordnete Inge Gräßle (CDU) und Klaus Mugele, Vorsitzender des Kreisbauernverbands ein. Während Inge Gräßle die Feierfreudigkeit der "Weinbauregion Hohenlohe" lobte, wurde Klaus Mugele beim horizontalen Kistenstapeln geprüft.

Nach Sketcheinlage zum unvermeidlichen Thema Bulldog (Mark Oberndörfer und Susanne Pröger) traten die "Gsälzbären" an, auch eine jener legendären Gesangsformationen der Landjugend aus unvergessenen Tagen. Um den Stuhl mit dem Gsälzbär gruppierten sich Martin Stier, Daniel Kießecker, Andreas Ehrmann, Jochen Busch und Roland Müller, alles Landjugendgewächse, gewesene Vorstände, auftrittserfahren - sogar auf der "Grünen Woche". Und sie gaben noch einmal alles. So wie sie die inoffizielle Hohenloher Nationalhymne intonierten, klangs eher nach einem Choral als nach "Linse, Spätzle und Saiiiidewääärscht. . .".

Und noch einmal trauten sich "alte Hasen" in die Bütt. Dieter Vogt, Günther Fischer, Erwin Oberndörfer, Lothar Mühlenstedt, fast so etwas wie ein "Comedian-Quartett" bewiesen schlagend, dass sie sich ihren bissigen Humor bewahrt haben. Sie erklärten sich kurzerhand zu "Wellness-Beauftragten" in ein Wellness-Resort besonderer Klasse.

Mit einem letzten optischen Höhepunkt verabschiedete sich die Landjugend von den Gästen. Grünlich irrlichternd hüpften und tanzten scheinbar schwerelose Kobolde über die nachtdunkle Bühne. Hinter den Irrlichtern steckten aber ganz normale Landjugendjungs in schwarzen Leggins, so viel sei verraten. Genial inszeniert und umgesetzt hatte den Auftritt Theresia Baumgartl aus Bartenstein. Gegen zwölf ging das Licht im Saal wieder an. Wann es endgültig ausging, ist schwer zu sagen.

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