Beim Gemeinschaftskonzert in Ilshofen fordert das Publikum Zugaben

Fünf Chöre und zwei Orchester brachten am Samstag mit toller Musik das Ilshofener Publikum in Stimmung. Von Popsongs bis zu Volksliedern war alles geboten. Mehrfach wurden Zugaben gefordert.

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  • Das achtköpfige Ensemble "Die Scherrbachtaler" singt "Fata Morgana" von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung. Der achte Scherrbachtaler, Chorleiter Eduard Wacker, begleitet derweil auf dem Klavier. 1/2
    Das achtköpfige Ensemble "Die Scherrbachtaler" singt "Fata Morgana" von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung. Der achte Scherrbachtaler, Chorleiter Eduard Wacker, begleitet derweil auf dem Klavier. Foto: 
  • Die Ilshofener Musikkapelle Blaswerk glänzt mit sattem Big-Band-Sound. 2/2
    Die Ilshofener Musikkapelle Blaswerk glänzt mit sattem Big-Band-Sound. Foto: 
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Zweimal im Jahr kooperieren die musizierenden Vereine in Ilshofen und stellen ein gemeinsames Konzert auf die Beine, das im Frühjahr in der Stadthalle und im Sommer in der Burgruine Leofels aufgeführt wird. Oliver Paul, Vorsitzender des Liederkranzes Ruppertshofen-Leofels, führte humorvoll durchs Programm. Mit Bedauern musste er jedoch die Chöre vom Liederkranz Obersteinach wegen des anstehenden Heimatfestes entschuldigen.

Den Auftakt machte der Harmonikaverein Ilshofen mit Popmusiktiteln in anspruchsvollen Instrumentalversionen. Carlos Santanas "Samba Pa Ti" gefiel den Zuhörern besonders gut. Die 20 Chormitglieder der Eckheart-Singers aus Eckartshausen hatten sich für einen Michael-Jackson-Song und Leonhard Cohens "Halleluja" entschieden und beides temperamentvoll und emotional vorgetragen. Achim Reinhardt begleitete sie am Klavier. Später griff er auch für den traditionsverbundenen Männergesangverein Eckartshausen in die Tasten. Erst waren die 20 Sänger noch "Einsam heut" Nacht", dann ließen sie "Pferde zu vieren traben" und kamen mit "Roten Rosen, roten Lippen, rotem Wein" so richtig in Schwung, bis "Italien doppelt schön" war.

Die 25 Frauen und Männer vom Liederkranz Ilshofen schmolzen bei einer betörenden Heimatmelodie dahin und ritten mit dem wilden "Dschingis Khan" durch die Steppe. Hier setzte Rudi Berger am Klavier die Akzente. Hans-Peter Tobies und seine Big-Band Blaswerk handelten sich mit sattem Sound die erste Zugabenforderung ein. Nach Titeln von Edith Piaf, Connie Francis und Jazz-Altmeister Chris Barber zeigten die Musiker, dass sie auch etwas von volkstümlicher Blasmusik verstehen.

"Wie soll da noch ein Chor bestehen können?", fragte Oliver Paul, der sein achtköpfiges Ensemble Scherrbachtaler anzukündigen hatte - ein kleiner Ableger des Männerchors aus Ruppertshofen und Leofels. "Das sind die, die nach der Singstunde übrig bleiben und über ernste Dinge reden - eine echte Männerselbsthilfegruppe also", erklärte Mitsänger Paul. Diese ernsten Dinge zeigten sich bei "Stand by me", solo gesungen von Frank Neber. "Und weil man sein Englisch nicht so gut versteht", ins Hohenlohische übersetzt von Roland Beck: "Er steht wie nie."

Und was gaben die Scherrbachtaler darauf als Zugabe? Das tieftraurige Volkslied "Innsbruck ich muss dich lassen". Auch die 25 Sänger vom Männerchor setzten auf Gegensätze. Als das Publikum nach dem amüsanten "Küssen verboten", das die Prinzen nicht besser gesungen haben, noch mehr hören wollte, beschlossen sie den Abend mit "Lebe wohl du schöner Wald".

Info Mitgewirkt haben: Harmonikaverein Ilshofen, Liederkranz Ilshofen, Liederkranz Ruppertshofen-Leofels, "Die Scherrbachtaler" aus Ruppertshofen und Leofels, Männergesangverein Eckartshausen, Eckheart-Singers Eckartshausen, Musikkapelle Blaswerk Ilshofen.

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