Bedenken gegen zwei von drei Vorrangflächen

Gegen die Windkraftpläne des Regionalverbands wird die Stadt Langenburg in zwei Punkten Bedenken anmelden.

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Die Einwände befassen sich mit zwei Vorranggebieten, die der Regionalverband auf dem Stadtgebiet vorschlägt. Zum einen ist das das 201 Hektar große Gebiet im Brüchlinger Wald mit der Bezeichnung 10 SHA. Hier will der Gemeinderat, dass der Regionalverband prüft, ob ein ausreichender Abstand zum Kulturdenkmal Ludwigsruhe eingehalten wird.

Zum anderen geht es um das 134 Hektar große Gebiet 21 SHA bei Nesselbach, bei dem nach dem Wunsch der Langenburger ein Abstand von 1000 Meter zur Jagsttalkante eingehalten werden soll. Keine Einwände hat der Gemeinderat gegen das 77 Hektar große Gebiet 09 SHA vorgebracht, das ebenfalls im Brüchlinger Wald liegt.

Zuvor war es in der Bürgerfragestunde zu einer Diskussion über die Pläne des Langenburger Fürstenhauses gekommen, im Brüchlinger Wald bis zu 24 Windräder aufzustellen. Eine Bürgerin kritisierte unter anderem, für dieses Vorhaben müssten etliche Tausend Bäume gefällt und befestigte Straßen im Wald gebaut werden. Bürgermeister Class entgegnete, die Planungen seien erst im Anfangsstadium. Es sei davon auszugehen, dass im Brüchlinger Wald nicht so viele Anlagen gebaut werden können. Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg betonte, Natur- und Umweltschutz spielten bei dem Projekt eine große Rolle. Der Wald sei ein forstwirtschaftlicher Betrieb, der schon jetzt mit schweren Fahrzeugen befahren werde und in dem jedes Jahr rund 1000 Bäume geschlagen würden. Er wisse nicht, ob 24 Anlagen gebaut werden könnten. Vielleicht würden es auch nur sechs.

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Kommentare

03.08.2013 11:22 Uhr

Auf Biegen und Brechen

Fürst Kraft zu Hohenlohe Langenburg würde sich im Grabe herum drehen, wüsste er "was" sein Spross alles treibt.

Es war immer ein Anliegen wirtschaftlich das "Unternehmen " " Fürstenhaus Langenburg" zu führen - jedoch niemals auf biegen und brechen mit aller Gewalt " GELD zu verdienen.

Manchmal muss auch ein Fürst seine Bedürfnisse reduzieren... wie es ein "normaler Unternehmer" mit klarem Verständnis tut.

In diesem Sinne ... vielleicht ist dies zu Überdenken ? Denn es gibt bisher 3 weitere Fürstenkinder, die die Tradition fortführen solle ....

Denk an dein Schaukelpferd ... mit dem abgebrochenen Ohr ... das konnte repariert werden -
aber ein zerstörter Brüchlinger Wald ... der bisher schon eher wie ein Panzertruppen- Übungsplatz aussieht ???

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