Bausparkasse: Gemeinsam zum Erfolg

Dass die Bausparkasse Schwäbisch Hall ihre Spitzenposition weiter gefestigt hat, ist auch den guten Vertriebsleistungen der Volks- und Raiffeisenbanken geschuldet. Das gilt gerade auch für Banken vor Ort.

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Symbol der Stärke: Der Fuchs trägt seit 40 Jahren die Marke.  Foto: 

Die jüngste Bilanzpressekonferenz war gleich von drei Novitäten begleitet. Für Reinhard Klein war es die Premiere in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender, der neu gestylte Fuchs feierte als Markenbotschafter seinen 40. Geburtstag und zudem ist die Bausparkasse nun seit 25 Jahren im Ausland unterwegs. Da sie dies "mit Weitsicht" tut und mittlerweile gut ein Fünftel des Ergebnisses (379 Millionen Euro) jenseits der Landesgrenzen erwirtschaftet wird, trug auch dies dazu bei, dass Reinhard Klein seine Premieren-Bilanzpressekonferenz in "der Rekordzeit" von weniger als einer Stunde über die Bühne brachte. Das hohe Verkündungstempo war auch der Tatsache geschuldet, dass es aus Sicht des Marktführers erfreulicherweise nicht so viel aufregendes zu berichten gab. Reinhard Klein: "2014 war alles in allem ein gutes Jahr. Wir haben alle unsere Ziele erreicht." Dabei blieb der Branchenprimus zum vierten Mal in Folge beim Neugeschäft jenseits der Marke von 31 Milliarden Euro. Die gesamte Vertriebsleistung einschließlich der "weiteren Vorsorge" lag bei 48,4 Milliarden Euro. Der Marktanteil ist hoch (30 Prozent), beinahe jeder dritte Bausparvertrag wird unter dem Emblem der "vier Steine" abgeschlossen. Dass der Kundenbestand um mehr als 85.000 Bausparer wuchs und gerade auch unter jungen Menschen das Produkt verstärkt nachfragt wird, ist zu einem erheblichen Teil der guten Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Banken zu verdanken.

"Wir bewegen uns klar vor dem Wettbewerb"

Fast jeder zweite Vertrag wird an den Schaltern von Volks- und Raiffeisenbanken abgeschlossen. Und auch wenn bei der Baufinanzierung der Außendienst noch "leicht vorne liegt", so kommen auch dort rund 40 Prozent der Erträge (6,3 Milliarden Euro) von den lokal angesiedelten Verbundpartnern. Vertriebsvorstand Gerhard Hinterberger lobt denn auch ausdrücklich die Genossen direkt vor der Haustüre: "Gerade die VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim und die Volksbank Hohenlohe weisen ganz hervorragende Vertriebszahlen auf." Was dazu führt, dass der Marktanteil in der Heimatregion deutlich über dem bundesweiten Schnitt liegt. Hinterberger: "Auch wenn hier die abschließenden Vergleichszahlen fehlen: Wir bewegen uns klar vor dem Wettbewerb."

Die niedrigen Zinsen machen auch der Bausparkasse zu schaffen. Zwar wurde gut verdient, doch Sondereffekte herausgerechnet, war das Ergebnis rückläufig. Reinhard Klein: "Wir müssen unser Haus früh wetterfest machen." Wie das gehen soll, hatte der Frontmann bereits vor Wochenfrist erläutert. Schon im September hatte die Bausparkasse angekündigt, jährlich 50 bis 80 Millionen Euro sparen zu wollen. Dazu werden in den kommenden beiden Jahren vor allem am Stammsitz über alle Firmen der Gruppe hinweg 200 bis 250 Stellen abgebaut. Dabei soll auch die Demographie helfen: In den nächsten zehn Jahren verlassen rund 1000 Mitarbeiter altershalber die Gruppe.

Doch mit Sparen allein lässt sich die Zukunft nicht sichern. Die erhöhte Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum oder energetisch sanierten Immobilien sind nur zwei Felder, wo Reinhard Klein "gute Wachstumschancen" sieht.

"Füchse" nehmen Geld in die Hand

Rund 50 Millionen Euro hat die Bausparkasse im vergangenen Jahr investiert. Allein drei Millionen Euro in die neue Kindertagesstätte in Schwäbisch Hall. Auch für die Zukunft nehmen "die Füchse" viel Geld in die Hand. So soll die IT modernisiert und dabei unter anderem "das Kernbanksystem" komplett erneuert werden. Dafür ist ein dreistelliger Millionenbetrag veranschlagt. Allein der räumliche Umbau der beiden Rechenzentren in Schwäbisch Hall wird zusätzlich etwa 20 Millionen Euro kosten.

Die Aufrüstung der IT soll nicht nur helfen Prozesse zu optimieren, sondern dient auch dazu, den Vertrieb "stärker multimedial ausrichten". Im Mittelpunkt steht der Ausbau des Multikanal-Angebotes, bei dem die Kunden den für sie "passenden Zugangsweg" - also Außendienst, Bankfiliale, Online, Telefon, Brief oder E-Mail - "ohne Medienbrüche" bequem nutzen können.

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