Bausch und Ströbel baut auf 25.000 Quadratmetern für 600 Autos der Belegschaft

Ohne wenn und aber hat der Gemeinderat Ilshofen sein Einvernehmen zu einem Großparkplatz für 800 Autos bei der Firma Bausch und Ströbel erteilt. Zunächst werden 600 Plätze gebaut.

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Auf diesem Acker sollen 600 Parkplätze entstehen.  Foto: 

Die größte Firma am Ort zählt 1100 Beschäftigte. Sie kommen aus einem Einzugsgebiet von 40 Kilometern. Bus- und Bahnverbindungen seien da nur bedingt tauglich für die Anfahrt zur Arbeit, hat Tanja Bullinger, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Firma, bei einer Umfrage unter den Mitarbeitern erfahren.

Da bei Bausch und Ströbel einerseits Schichtdienst, andererseits flexible Arbeitszeiten gelten, könnten auch nicht so viele Fahrgemeinschaften gebildet werden, wie es wünschenswert wäre. Bei schönem Wetter kämen aber etliche Beschäftigte mit dem Fahrrad. "Die Fahrradständer sind dann immer voll belegt", hat sie beobachtet. Doch es gehe nicht ohne eine Großzahl von Pkw-Stellplätzen, vor allem wenn ein künftiges Wachstum der Belegschaft eingerechnet werde. Deshalb hatte Bausch und Ströbel den Bau von 800 Parkplätzen jenseits der L 2218 beantragt. Der Ilshofener Gemeinderat war einstimmig dafür. Zusätzlich soll eine Fußgängerbrücke über die Landesstraße errichtet werden. Dazu muss noch die Straßenbauverwaltung gefragt werden.

Sämtliche Niederschläge können versickern

Zunächst will Bausch und Ströbel erst 600 neue Parkplätze bauen. Die 400 provisorischen Stellplätze an der Mühlstraße entfallen dann, und das geschotterte Gelände soll wieder Grünfläche werden. 2250 Euro ist der Firma jeder einzelne neue Mitarbeiterparkplatz wert. "Deshalb wird bei uns sehr wohl abgewogen, wie viele Plätze tatsächlich notwendig sind", erklärte Tanja Bullinger.

Besondere Anreize, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in Fahrgemeinschaften oder per Rad zur Arbeit zu kommen, bietet die Firma bisher nicht. "Das bleibt jedem selbst überlassen." Wer sich jedoch mit dem Gedanken trägt, demnächst mit einem Elektrofahrzeug zur Arbeit zu fahren, wird künftig eine Solartankstelle bei B+S vorfinden. Schon jetzt ist eine Fotovoltaikanlage auf der großen Montagehalle installiert. Der Strom wird in der Produktion verbraucht. Mehr Solarstrom soll mit der Fotovoltaik-Überdachung von 200 der neuen Parkplätze gewonnen werden.

Um den Eingriff in die Natur zumindest fürs Grundwasser zu mildern, werde der neue Parkplatz mit einem wasserdurchlässigen Belag gepflastert, versichert die Firmensprecherin. Der Untergrund soll so gestaltet werden, dass sämtliche Niederschläge versickern können wie bisher auf der Ackerfläche. "Neben den Parkbuchten sind weitere 30 Prozent des gesamten Geländes Grün- und Sickerfläche", sagt Tanja Bullinger, "es gibt keinen Anschluss an die Kanalisation". 25.000 Quadratmeter umfasst das ganze Areal an der L 2218 einschließlich Begrünungsstreifen mit Bäumen und Buschwerk.

Auch die Bedenken von Stadtrat Karlheinz Rau, bei der Ausfahrt von so vielen Fahrzeugen auf die L 1042, die Hörlebacher Straße, könnte es Verkehrsprobleme geben, kann die Pressesprecherin ausräumen: "Durch die flexiblen Arbeitszeiten haben ja nicht alle gleichzeitig Feierabend. Schon seit geraumer Zeit ist die Kreuzung Hörlebacher Straße/ L 2218 per Ampel geregelt."

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