Bauherren "stehen in den Startlöchern"

Am Thierberg in Sulzbach kann jetzt gebaut werden. Nachdem der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst ist, können die Häuslebauer loslegen.

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Drei Bauplätze hat das Baugebiet "Am Thierberg" in Sulzbach. Zwei sollen zunächst nicht bebaut werden, beim dritten Platz möchten die künftigen Hausbesitzer bald loslegen. Jetzt können sie das Haus bestellen. Einstimmig erteilten die Räte am Montag dem Baugesuch das Einvernehmen, einstimmig fiel auch der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan. Der Baubeginn ist für Anfang Juli geplant. Die Gemeinde muss bis dahin die Erschließungsstraße die Wasser- und Abwasserleitungen gebaut haben. So bald wie möglich sollen die Ausschreibungen erfolgen.

Zuvor hatten die Räte sich noch einmal mit den Stellungnahmen beschäftigt, die während der öffentlichen Auslegung eingegangen waren. Die meisten Behörden verwiesen auf ihre Stellungnahmen bei der frühzeitigen Beteiligung und erhoben keine Einwände. Regionalverband und Untere Naturschutzbehörde zogen ihre Einwände gar zurück: der Regionalverband akzeptiert den Flächenbedarf, das Landratsamt teilte mit, dass für ein Biotop am Rand der Fläche keine Befreiung nötig sei, weil es nicht angetastet werde. Die Behörde bat um eine genaue Kartierung der Fläche.

Nicht einverstanden zeigten sich die Räte mit dem Ton, in dem die Stellungnahme des Umweltzentrums verfasst war. Fritz Jäger: "Dinge wie sie hier genannt werden, gehören in einen persönlichen Brief an den Bürgermeister, nicht aber in eine öffentliche Stellungnahme!" Bürgermeister Markus Bock erklärte, er könne die Stellungnahme nicht ganz nachvollziehen: "Wir haben die Grünfläche um 100 Prozent erweitert, haben weitere Untersuchungen angeordnet wie gewünscht - und trotzdem reicht es nicht!" So habe der Gutachter von Gekoplan bei trockenem, sonnigem Sommerwetter mehrfach Begänge im Gelände gemacht - ohne eine Spur der angeblich vorhandenen Feldlerchen festzustellen. Auch Fledermäuse habe er trotz intensiver Nachforschungen keine gefunden.

Der Gemeinderat lehnt deshalb die Forderungen des Umweltzentrums nach zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz dieser Arten ab. Bock: "Deshalb beauftragen wir ja Fachleute mit der Untersuchung. Wenn keine Feldlerchen da sind, dann sind da eben keine!" Die Gemeinde habe dabei die volle Unterstützung des Landratsamtes.

Positives stellte dagegen die EVG in Aussicht. Der Energieversorger erwägt, das neue Baugebiet an die Gasversorgung anzuschließen. Die Anwohner der Schlosshalde werden derzeit befragt, ob sie an einer Umstellung Interesse hätten.

Offen ist, welche Postadresse die Erschließungsstraße haben wird. Möglich wäre zwar auch eine Angliederung an die Obere Schlosshalde, doch wäre die Nummerierung etwas verwirrend, gab Bock zu bedenken. Auch eine Nummerierung "Obere Schlosshalde 7/1 bzw 7/2 und 7/3" wäre möglich.

Die dritte Möglichkeit wäre ein neuer Name - was den Räten zunächst am ehesten zusagte. Dr. Manfred Schüle gefiele "Am Thierberg" ganz gut, um den alten Flurnamen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Bauherren fänden auch "Am Waldrand" schön. Eine Entscheidung soll in einer der nächsten Sitzungen getroffen werden.

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