Bartelmess GmbH: Arbeitsplätze bleiben erhalten

Insolvenz - ein Wort, das erst einmal ein beunruhigendes Gefühl auslöst. Für den Beschichtungs- und Industrieeinrichtungs-Fachmann Bartelmess ist trotz Damoklesschwert Insolvenz alles gut gegangen.

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Eine gute Nachricht vorweg: Alle 20 Arbeitsplätze konnten gehalten werden. Niemand steht auf der Straße und alle bekommen auch weiterhin ihr Geld. Vor ein paar Monaten stand all dies noch auf der Kippe. Keiner wusste, ob und wie es genau weitergehen könnte.

Die Situation: zwei Firmen, zwei Probleme - Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit. Doch wie kam es dazu? Es war eine Kettenreaktion. Die Bartelmess Industrieeinrichtungen GmbH kam zuerst in Schieflage. "Ein wichtiger und großer Teil der Umsätze ist dem Unternehmen wegen der Schwierigkeiten in der Solarsparte weggebrochen. Diese hohen Beträge konnten nicht durch andere Geschäftsbereiche aufgefangen werden", erklärt Rechtsanwalt Marco Fromm, der zusammen mit Insolvenzverwalter Renald Metoja den Fall betreut. Beide arbeiten in Lauda-Königshofen bei der Eisner Rechtsanwälte GmbH.

Die zwei Firmen waren Geschäftspartner

Die Bartelmess Industrieeinrichtungen GmbH war einer der größten Auftraggeber der Bartelmess Beschichtungen GmbH. So viel zur eingangs genannten Kettenreaktion: Dem einen Unternehmen bricht eine wichtige Sparte weg, dem anderen dadurch ein bedeutender Auftraggeber. Konsequenz: Insolvenz. Doch was nun?

"Unser Fokus liegt immer darauf, nicht nur für die Gläubiger das Möglichste zu tun, sondern auch dem insolventen Unternehmen als Partner zur Seite zu stehen. Und man kann in diesem Fall echt sagen, dass wir mit der gefundenen Lösung sehr glücklich sind", sagt Fromm.

Zum 1. Oktober 2013 wurde ein neues Unternehmen gegründet - die Bartelmess GmbH. Die Geschäftsfelder der Bartelmess Industrieeinrichtungen wurden auf die neue Firma übertragen. "Jetzt ist das Unternehmen wieder auf einem guten Weg. Es wird weitergearbeitet und Steuern werden gezahlt."

Keine Mitarbeiter auf der Straße

Es ist also alles noch einmal glimpflich ausgegangen, wenn man bedenkt, was die wahrscheinlichste Alternative gewesen wäre. Eine Zerschlagung des Unternehmens, der Verkauf der Maschinen, die Mitarbeiter auf der Straße. "Da ist es schön, wenn man sagen kann: Die Substanz der Firma wird erhalten, die Mitarbeiter behalten und die Leute bekommen ihr Geld. Es ist wirklich noch einmal gut gegangen", bestätigt Fromm.

Geschäftsführer Friedrich Bartelmeß wollte sich auf Nachfrage der Redaktion nicht zum Thema äußern.

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