Bar "Bermuda Dreieck"seit zehn Jahren auf der Muswiese

Mit dem "Bermuda Dreieck" auf der Muswiese ist es ein bisschen so, wie mit der Firma Microsoft: In einer kleinen Garage fing alles an und ab da ging es steil bergauf. Heute gehört die Bar einfach zum Fest dazu.

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  • Die Brüder Sven (links) und Michael Erdmann treiben das "Bermuda Dreieck" federführend um - so wie hier beim Aufbau am Donnerstag. Wenns losgeht, muss Michaels Ziehsohn Lukas übrigens raus - es gilt strikt: Ü 18. Fotos: Sebastian Unbehauen 1/3
    Die Brüder Sven (links) und Michael Erdmann treiben das "Bermuda Dreieck" federführend um - so wie hier beim Aufbau am Donnerstag. Wenns losgeht, muss Michaels Ziehsohn Lukas übrigens raus - es gilt strikt: Ü 18. Fotos: Sebastian Unbehauen
  • Dieses Schild am alten Amtshaus weist den Weg in die Bar. 2/3
    Dieses Schild am alten Amtshaus weist den Weg in die Bar.
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Michael Erdmann ist Musdorfer und damit natürlich Gribbl qua Geburt. Er kennt sich bestens aus auf dem Festplatz. Und trotzdem ging er in seiner Jugendzeit regelmäßig zwischen den drei hochprozentigen Muswiesen-Fixpunkten Landjugendstand, Schlebach-Stand und Schirmbar verloren. Daran erinnerte er sich, als er vor zehn Jahren gemeinsam mit Bruder Sven eine neue Bar eröffnete - und taufte sie deshalb auf den Namen "Bermuda Dreieck".

Auf der Fahrt durchs hohe Muswiesen-Meer steuern dieses Ziel seither von Jahr zu Jahr mehr Besucher an. Tatsächlich verschollen ist dabei übrigens bisher noch keiner. Spätestens die Sperrstunde lässt alle wieder auftauchen - wenn auch bisweilen etwas zerzaust.

Die Erdmanns leben im alten Musdorfer Amtshaus. In früheren Muswiesen-Zeiten residierten hier die Ordnungshüter, jetzt wird ordentlich gefeiert. Angefangen hat es 2004 in der Garage mit kleinem Zelt auf 54 Quadratmetern. Die Idee: Die Gribbl mit Cocktails ködern. Es hat funktioniert. "So was hat es auf der Muswiese bis dahin nicht gegeben", sagt Michael Erdmann. "Wir sind da in eine Marktlücke gestoßen." Dazu gibts die üblichen Alkoholika und ab diesem Jahr auch Nullprozentiges für die Fahrer, Schwangeren und Überzeugungs-Abstinenzler dieser Welt.

Nachdem bereits im letzten Jahr die Grundfläche der Bar erweitert wurde, kommen heuer noch einmal 18 Quadratmeter hinzu. Gefeiert wird jetzt auf 120 Quadratmetern. "Ziemlich ausgereizt" seien die räumlichen Möglichkeiten damit, bekennt Sven Erdmann.

Im Zentrum der Partyhöhle liegt weiterhin die kleine Garage, die optisch nicht mehr so sehr an eine Cocktail-Bar erinnert, sondern mehr rustikal daherkommt - im Hüttengaudi-Stil. Eine weitere Neuerung ist ein Ausgang im hinteren Bereich des "Bermuda Dreiecks", mit direktem Zugang zu einer öffentlichen Toilette. Das ist durchaus sinnvoll, zieht man die Menge des Ausgeschenkten in Betracht: Allein rund 1000 Liter Cola sind schließlich 2013 über die Theken gegangen.

Von den genannten kleinen Änderungen abgesehen, erwartet die Besucher von heute an das, was sie in den vergangenen Jahren immer erwartete: Spaß, Getränke und Musik. Für Letztere zeichnet vor allem die lokale DJ-Größe "Chorly" verantwortlich.

Die Erdmann-Brüder haben sich an ihr Dasein als Muswiesen-Wirte gewöhnt. Aber wie war das damals, vor zehn Jahren? "Eine Umstellung, klar", erinnert sich Michael. Und Sven ergänzt: "Aber wir schauen, dass jeder auch mal einen Abend auf der Muswiese genießen kann, ohne zu arbeiten." Und es ist ja nicht so, dass ihnen die Tätigkeit in der Bar nicht gefällt. "Der Spaß ist die Hauptsache", betont Sven Erdmann. "Und die Vorfreude jedes Jahr groß."

Leise fügt er an: "Danach bin ich auch froh, wenns wieder vorbei ist." Dieses Bekenntnis könnte wohl von den meisten Muswiese-Gribbln stammen. Aber heute ist die Zeit dafür noch nicht gekommen. Also: "Bermuda Dreieck", ahoi!

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