Balgenkameras und Puppenstuben - Pfingstmarkt in Braunsbach lockt hunderte Besucher

Ein Highlight des jährlichen Pfingstmarktes in Braunsbach ist die kleine, aber feine sonntägliche Ausstellung in der Burgenlandhalle. Motto in diesem Jahr: "Braunsbacher Sammler stellen aus".

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Anne Kleiner vom Rathausteam Braunsbach hat mit viel Engagement fünf Braunsbacher Bürger zur Ausstellung ihrer Sammelstücke motivieren können. Bereits im Eingangsbereich der Burgenlandhalle präsentieren sich "die süßen Stücke" - Zuckerpäckchen aus aller Welt von Brigitte Schwarz, während draußen Schießbude, Kinderlauf, Musik und zwei Festzelte zum Feiern locken.

Bürgermeister Frank Harsch erzählt bei seiner Eröffnungsrede, er habe sehen wollen, ob es jemanden gibt, der etwas anderes als Briefmarken sammelt. Und tatsächlich: Interessante Menschen mit besonderen Sammelleidenschaften kamen zusammen - natürlich leben alle in der Kochertalgemeinde. Nach der musikalischen Eröffnung durch Eva und Thomas Pfeiffer aus Döttingen zeigt Ilse Kentner dem Publikum ihre liebevoll arrangierten Puppen und Puppenstuben. Zu Hause habe sie noch mehr Exponate, womit sie eine ganze Halle füllen könnte.

Zwei Reihen Marionetten hängen an der Wand. Die ersten Strickversuche von Ilse Kentner sind zu sehen. Neben Puppenstuben und -küchen sind auch Puppenschaukeln, eine Teddyschule und ein Hutlädchen arrangiert. Beeindruckend sind die schönen Details wie Mini-Springerle in der Puppenküche, die die Ausstellerin selbst gebacken hat. Die Puppen stammen unter anderem aus Lissabon und von den Massai. Außerdem gibt es Trachtenpuppen zu sehen.

Sammlung von Fotoapparaten

Alexander Meyer-Wenz hat eine ganz andere Sammelleidenschaft: Vortragekreuze und Prozessionskreuze. Die meisten kauft er auf Flohmärkten oder bei Auktionen. Seit 30 Jahren frönt er dieser Leidenschaft: "Ich mag schöne Dinge, kann nicht sehen, wenn etwas weggeworfen wird." Sammler seien zudem glückliche Menschen. "Der Besitz ist nicht ausschlaggebend, man will die Dinge bewahren." Bei ihm kann man auch Kreuze von koptischen Christen, beispielsweise aus Äthiopien, bewundern. Ein anderes Exemplar stammt aus der Wieskirche in Bayern.

Zwei Aussteller zeigen ihre Fotoapparate. Bei Armin Damm sind Klassiker zu sehen, wie ein Gerät aus dem Jahr 1890 - ein Geschenk seines Vaters. Ausgestellt sind auch Polaroidkameras, moderne Stücke mit technischen Besonderheiten, zweiäugige Rolleis und weitere Stücke aus den 20er- bis 60er-Jahren.

Johannes Kolb aus Rückertsbronn ist seit 35 Jahren von der Sammelleidenschaft ergriffen. Vieles kauft er auf Trödelmärkten. Sein ältestes Stück: eine Mahagoni-Plattenkamera Cycie Poco, etwa 1895 in den USA hergestellt. Er zeigt in der Halle auch Balgenkameras, Rollfilmkameras und eine Plattenkamera von 1920.

Schon äußerlich unterscheidet sich Harry John, der von Bottrop nach Braunsbach umgesiedelt ist und Stücke aus seinem Berufsleben als Bergarbeiter ausstellt. John steht nämlich in einer Schaffneruniform da. Er sammelt Lampen, einmal von der Zeche - beispielsweise Wetterlampen oder Mannschaftslampen -, andererseits Eisenbahnerlampen oder Zugschlusslampen. Er zeigt auch Zugschilder und ein zwei Meter langes Original-Flügelsignal.

Die zahlreich erschienenen Besucher sind begeistert. So auch Lisbeth Hennerich und Goswinde Köhler-Hertweck, die übereinstimmend berichten, dass sie besonders von den Puppenstuben fasziniert sind. Die wirkliche Welt von damals im Miniformat abgebildet zu sehen sei beeindruckend.

Ergebnis des Kinderlaufs
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