B19 nicht voll sperren

Um den darunterliegenden Sperbersbachkanal zu sanieren, muss die Bundesstraße 19 durch Untermünkheim gesperrt werden. Der FDP-Landtagsabgeordnete Friedrich Bullinger fordert Alternativen.

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Blick in den Sperbersbachkanal unter der Hohenloher Straße: Ein Fachmann stützt die marode Betondecke mit Holzbalken ab. Archivfoto

Mehrere Monate lang, so planen die Straßenbauer des Regierungspräsidiums Stuttgart, muss die Hohenloher Straße, die B 19, in Untermünkheim voll gesperrt werden. Vorgesehen ist dies für Sommer 2015. Was des einen Freud, ist des anderen Leid: Die verkehrslärmgeplagten Untermünkheimer dürfen eine Weile aufatmen, die Geschäftsleute an der Hauptstraße befürchten den Ruin.

Nun fordert der FDP-Landtagsabgeordnete Friedrich Bullinger aus Rot am See die "ernsthafte und wohlwollende Prüfung" von Alternativen zur Vollsperrung, "um einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten und die Untermünkheimer Gewerbetreibenden nicht zusätzlich zu belasten". So schrieb es Bullinger kürzlich in einem Brief an den Stuttgarter Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Bereits in der Fragestunde des Landtags habe er sich am 19. Dezember beim Minister nach Alternativen erkundigt, sagt Bullinger.

Er hatte den Vorschlag des Haller Oberbürgermeisters Hermann-Josef Pelgrim aufgegriffen, den Bau des Weilertunnels vorzuziehen, um den Verkehr auf der B19 durchs Kochertal leichter durch Hall und über die Westumgehung nach Kupferzell umleiten zu können. Andernfalls wäre ein Verkehrschaos zu befürchten. Allerdings habe Hermanns Staatssekretärin Gisela Splett in ihrer Antwort auf Bullingers Anfrage "in dieser Möglichkeit bedauerlicherweise keinerlei Vorteile erkennen können".

Umso wichtiger erscheint Bullinger nun, die Straße während der Bauarbeiten zumindest halbseitig befahrbar zu lassen. Diesem Wunsch der Gewerbetreibenden hatte der Leiter der Straßenbauverwaltung in Hall bereits in einer Gemeinderatssitzung vor einem Jahr eine Absage erteilt. Die Straße drohe in diesem Fall in die Baugrube abzurutschen. Bullinger glaubt dagegen, das baufällige Gewölbe des Sperbersbachkanals könne auch durch fertige, sogenannten Halbschalen mit einem Sicherungssteg ersetzt werden, was eine halbseitige Sperrung der Straße erlaube.

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