Axel Rudolph und Martin Wopper leiten jetzt die Weckelweiler Werkstätten

Die Werkstätten der Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler stehen unter neuer Leitung: Martin Wopper und Axel Rudolph zeichnen jetzt für die 30 einzelnen Betriebe verantwortlich.

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Martin Wopper (links) und Axel Rudolph in der Weberei der Weckelweiler Werkstätten.  Foto: 

Landwirtschaft und Gärtnerei bildeten einst in Weckelweiler die Basis für die nach anthroposophischen Grundsätzen von Rudolf Steiner ausgerichtete Arbeit mit Behinderten. Aus dieser vor über 50 Jahren in der Bauernschule Hohenlohe von Fritz Strempfer gelegten Keimzelle wuchs inzwischen bei den Sozialtherapeutischen Gemeinschaften ein stabiler Baum mit vielen Ästen heran: Mittlerweile arbeiten rund 390 Menschen mit Behinderungen an mehreren Standorten. Zimmerei, Schreinerei und Kupferwerkstatt, Schlosserei nebst Wäscherei und Malerwerkstatt sowie eine Weberei und eine Kerzenwerkstatt bilden die breite Handwerkspalette der Weckelweiler Werkstätten - mitsamt Küche, Laden und Vertrieb.

"Der Spagat zwischen Produktion und Betreuung ist für uns eine tägliche Herausforderung", sagt Axel Rudolph. Zusammen mit Martin Wopper teilt er sich seit Juli die Leitung der Weckelweiler Werkstätten, die behinderten Menschen mehr als nur eine Beschäftigung bieten: Jugendliche und Erwachsene können hier ohne Leistungsdruck ganz neue, ungeahnte Fähigkeiten an sich entdecken und Erfüllung nebst Selbstbewusstsein in einer sinnvollen Arbeit finden, die den Tag strukturiert.

Produkte aus Weckelweiler und den Filialen sind nicht nur auf dem regionalen Markt, sondern auch weltweit gefragt: Glocken, Kupferkugeln und Stäbe für eurythmische Übungen werden zum Beispiel bis nach Japan und in die USA exportiert. Dienstleistungen für Firmen sind in den Weckelweiler Werkstätten ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Die Themen "Inklusion" und "Teilhabe am Arbeitsleben" peilt das Duo als nächstes großes Ziel an - auch in umgekehrter Richtung. Die Weckelweiler Werkstätten wollen sich nämlich weiter nach außen hin öffnen, um eigene Erfahrungen mit Behinderten und damit Verständnis und Nähe zu ermöglichen.

Zur Person: Martin Wopper und Axel Rudolph

Martin Wopper (58) absolvierte bei Schaeff in Langenburg eine Ausbildung als Industriekaufmann, arbeitete bei Berner in Künzelsau und bildete sich zum Diplom-Betriebswirt weiter. 17 Jahre leitete er die "Arbeitsinitiative Hohenlohekreis" und gründete "Mobil Hohenlohe", eine Integrationsfirma für Menschen mit und ohne Behinderung.

Axel Rudolph (45) arbeitet seit 15 Jahren bei den Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler. Der Schreiner absolvierte dort eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger. In den letzten sieben Jahren leitete er die ambulanten Dienste der Einrichtung. Demnächst schließt er ein nebenberufliches Studium der Sozialbetriebswirtschaft ab.

HAz

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