Außenbereich ab Gebäudewand?

Darf hier noch gebaut werden oder gehört die Fläche schon zum Außenbereich des Ortes? Darüber gab es in der Vergangenheit oft Unstimmigkeiten. Eine klare Abgrenzung soll bald für Eindeutigkeit sorgen.

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Am Rand von Michelbach ist nicht klar, ab welcher Linie der Außenbereich beginnt. Dies kann bei Bauanträgen zu Streit mit den Behörden führen. Foto: Ufuk Arslan

Immer wieder kommt es zu rechtlichen Diskussionen zwischen Bauherrn und dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde. Darf auf einer Fläche gebaut werden, die nicht im Bereich eines Bebauungsplans liegt, sondern in Randlagen oder kleinen Teilorten?

Nur wenn die Fläche im Innenbereich liegt, darf sie bebaut werden. Ausnahmen gelten beispielsweise für land- und forstwirtschaftliche Betriebe. "Rein rechtlich gesehen beginnt in Randlagen mit der Außenwand eines Gebäudes der Außenbereich", erklärte Hauptamtsleiter Berthold Krist auf der Gemeinderatssitzung vom vergangenen Mittwoch. Das Gremium hat deshalb einhellig beschlossen, die Grenzlinie vom Kreisplanungsreferat ausarbeiten zu lassen. Für künftige Bauvorhaben bestehe dann eine objektive Grundlage, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Im nächsten Schritt würden betroffene Eigentümer gefragt, ob sie Anbauten oder andere Erweiterungen der Wohnfläche planen. Wenn das nicht der Fall ist, wäre eine Abgrenzung gar nicht nötig. Krist stellte klar, dass die Grenzlinie nur im engen Bereich von bestehender Bebauung liegen kann. "Der Kocher-Abhang wird mit Sicherheit kein Innenbereich."

Die Arbeiten starten mit Beginn der Vegetationsperiode und dauern voraussichtlich bis zum Sommer. Wertvolle Flächen aus Sicht des Naturschutzes sollen möglichst im Außenbereich und damit unbebaut bleiben. Andernfalls müssen entsprechende Ausgleichsflächen bereitstehen. Das Verfahren des Kreisplanungsreferats wird die Gemeinde rund 2000 Euro kosten.

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