Ausbau, Teilabriss und Anbau

Gemeinde Kreßberg will sanierungsbedürftiges Gebäude in der Unteren Hirtenstraße vom Bauhof ausbauen lassen. Architekt stellt Pläne vor.

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Das von Gemeinde Kreßberg gekaufte Haus Knauer in der Unteren Hirtenstraße 51 in Waldtann beherbergte zuletzt schon einen Obdachlosen und mehrere Flüchtlinge. Das Haus soll möglichst mithilfe von Bauhofmitarbeitern weiter saniert werden.  Foto: 

Auch Kreßberg muss weitere Asylbewerber unterbringen. Die Quote liegt seit Neuestem bei 27 Personen. „16 sind bereits da“, ließ Bürgermeister Robert Fischer am Montagabend während der jüngsten Ratssitzung wissen, in Tempelhof, in Marktlustenau und auch schon in Waldtann im ehemaligen Haus Knauer. Das hatte die Kommune bekanntlich gekauft, um es abzureißen.

Inzwischen wird das Gebäude anderweitig benutzt, ist eingerüstet und soll saniert werden – vorläufig weiter von Bauhofmitarbeitern, sofern die nicht an Kapazitätsgrenzen stoßen. Architekt Andreas Günther aus Schnelldorf stellte dem Rat verschiedene Möglichkeiten einer künftigen Nutzung nach einem Umbau vor. Letztlich einigte sich das Gremium darauf, dass ein Teil des direkt gegenüber dem Rathaus liegenden Hauses abgerissen und neu gebaut wird. Laut Günther hätte das den Vorteil, dort ein neues Treppenhaus, Aufzug und Waschküche unterbringen und zusätzlichen Wohnraum schaffen zu können. Der Bürgermeister sprach sich dafür aus, den ersten Bauabschnitt abzuschließen und dann den zweiten in Angriff zu nehmen. Das würde bedeuten, im Mittelteil des Obergeschosses eine weitere Wohnung einzurichten, die von Asylbewerbern genutzt werden könnte.

Seiner Ansicht nach hätte diese Lösung den Vorteil, dass das Haus nach einem möglichen Auszug aller Flüchtlinge zu Sozialwohnraum umgewidmet werden könnte. Im Vermögenshaushalt stünden für den sofortigen Umbau um die 300.000 Euro bereit, offenbarte Kämmerer Otto Schwarz die Kassenlage. Letztlich könnten in der Unteren Hirtenstraße 18 Personen untergebracht werden, Wohnraum, der für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen dringend benötigt werde, so Robert Fischer.

Die Alternative sei ein Abriss und eine Containerlösung, die letztlich deutlich teurer würde. Derzeit sind in Kreßberg Asylbewerber aus Syrien, Georgien, Algerien, Gambia und der Türkei untergebracht.

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