Aus Trio wird Sternenglanz

Das Crailsheimer Salontrio hat sich mit Beginn des Jahres zur "Salonkapelle Sternenglanz" erweitert. Das klingende Ergebnis des Entschlusses ist ab nächster Woche in drei Konzerten zu hören.

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Gespannt konzentrierte Arbeitsatmosphäre herrscht Ende Dezember in der Kirchberger "Fabrik" vor. Das neu gegründete Crailsheimer Ensemble "Sternenglanz" ist fleißig am Proben. Beim ersten der beiden Potpourris mit Melodien aus aller Welt hakt es noch etwas bei einigen Übergängen. Wie soll das am besten umgesetzt werden? Schlagzeuger Florian Friedrich findet nach Absprache mit Pianist Ali Raddatz und Stehgeiger Eckart Baier eine geeignete Lösung des Problems. Der sehr trockene Klang in der "Fabrik" hilft dabei, die einzelnen Mitspieler der elfköpfigen Salonkapelle gut herauszuhören: beste Voraussetzungen also auch für klangliche Feinabstimmungen. Es werden aber ebenso einfachere Probleme gelöst, etwa dass Akkordeonspieler Felix Kautter zum Solo aufstehen sollte.

Später kommt Sängerin Amelie Baier hinzu. Es ist ihre erste Probe mit dem Ensemble. Deshalb gilt es vor allem, die Einsätze richtig abzustimmen - insbesondere, wenn es keine Partituren für die Arrangements gibt. Und dann ist da noch die Frage, ob sie die alten Schlager aus den 1930er- und 1940er-Jahren von Will Meisel in ihrer Sopranlage oder doch lieber eine Oktave tiefer singen soll. Weniger "Erika, brauchst du nichte einen Freund?" als "Zigeunerblut" dürfte da den Ausschlag für die tiefere Lage gegeben haben.

Dass seine Tochter mit von der Partie sein würde, das habe sich erst ganz am Schluss sehr kurzfristig ergeben, erklärt Cellist Jörg Baier. Deshalb ist sie nun auch nur bei zwei der drei Konzerte dabei, und zwar in Blaufelden und Oberspeltach.

Auslöser für die Gründung des Ensembles waren Gedanken der Mitglieder des Crailsheimer Salontrios, dem Jörg Baier und sein Cousin Eckart ebenso angehören wie Pianist Raddatz. Der hat einen großen Notenfundus daheim gehortet, und darunter fanden sich etliche interessante Arrangements für Salonorchester.

Das wäre doch mal was, befanden die drei Musiker. Jörg Baier machte sich auf den Weg und fragte Musiker aus Crailsheim und Umgebung. Und jeder habe gleich zugesagt, stellt er fest. So kamen Schlagzeuger Florian Friedrich, der sonst bei der Crailsheimer Stadtkapelle mitwirkt, hinzu, ebenso Violinspielerin Daniela Mang, Kontrabassist Jochen Zeuner, Saxofonist Hannes Baier, Akkordeonspieler Felix Kautter, der Ali Raddatz etwas entlasten soll, sowie Flötistin Leona Rötzsch und Klarinettist Bernhard Hubner, beide Musiklehrer.

Das erste Treffen fand im Juni letzten Jahres statt. Werke von Johann Strauß, wie der Walzer "Rosen aus dem Süden", standen seither an, aber auch andere "Piècen und Märsche". Außerdem mussten Fräcke gekauft werden.

Erstes Konzert im Spektrum

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