Aus für Grundschule

Erstklässler gibt es in Großaltdorf im September wohl zum letzten Mal. Danach kommen alle Schulanfänger nach Vellberg. Die Grundschule Großaltdorf schließt zum Ende des Schuljahres 2014/2015.

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In der Grund- und Hauptschule Vellberg gibt es im aktuellen Schuljahr keine fünfte Klasse. Im freien Klassenzimmer haben die Schüler jetzt Musikunterricht. Der hat bisher im dafür wenig geeigneten Handarbeitsraum statt gefunden. Wenn im kommenden Schuljahr wieder keine fünfte Klasse zustande käme und Musik wie vorher im Handarbeitsraum unterrichtet würde, wären zwei Klassenzimmer für Erstklässler frei und die Schulräume in Großaltdorf überflüssig. Die Stadt bräuchte dann nicht für die Unterhaltungskosten des Großaltdorfer Schulgebäudes aufkommen.

Der Ortschaftsrat Großaltdorf hat sich allerdings einstimmig dagegen ausgesprochen, die Schule schon nach dem jetzt laufenden Schuljahr zu schließen. An dieses Votum ist die Gemeindeverwaltung Vellberg durch den Eingemeindungsvertrag aus den 1970er Jahren gebunden. Die Konrektorin der Vellberger Schule Ruth Meier-Miethling begrüßt das vor den Gemeinderäten. Die Schule brauche frei werdende Klassenzimmer dringend als Aufenthaltsräume für Kinder, die über Mittag in der Schule bleiben. Ein Raum, in dem sich die Schüler in dieser freien Mittagszeit aufhalten können, sei längst überfällig, argumentiert die Schule in einer Sitzungsvorlage für die Räte. Da alle anderen Räume in der Vellberger Schule genutzt würden, sei es empfehlenswert, die beiden Grundschulklassen wie bisher für zwei Jahre in Großaltdorf zu lassen.

Gemeinderat Walter Neumann möchte, dass sich der Gemeinderat der Entscheidung des Ortschaftsrats anschließt, so wie es die Eingemeindungsvereinbarung vorsieht. "Wenn man dem Ortschaftsrat nicht folgen will, sollte man im Vorfeld mit ihm reden", mahnt er. Andrea Binder, die neue Ortsvorsteherin von Großaltdorf, weist auf einen Brief der Vellberger Schule hin. Darin stand, das die Schule ihre Räume braucht. "Daran haben wir uns (bei der Abstimmung) gehalten", stellt sie fest.

Wenig Verständnis hat Gemeinderat Reinhold Keller für die Wünsche der Großaltdorfer. Weitere zwei Jahre die Gebäude zu unterhalten, sei zu teuer. "Wenn ich sparen will, muss ich was machen", erklärt er im Hinblick auf die Finanzsituation der Gemeinde.

Bürgermeisterin Ute Zoll dagegen findet die Vorlaufzeit von zwei Jahren gut, sowohl für die Schule wie für Großaltdorf: "So können sich die Eltern darauf vorbereiten und die Stadt kann sich überlegen, was mit dem Gebäude passiert." Der Entscheidung, die Schule nach dem Schuljahr 2014/2015 zu schließen, fällt mit neun zu fünf Stimmen.

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