August-Ludwig-Schlözer-Realschule in Kirchberg hat viele Trümpfe

Fachunterricht in englischer Sprache, Austausch mit Frankreich und Griechenland, Studienfahrt nach London - Kirchberger Realschüler kommunizieren nicht nur auf Deutsch, sondern auch viel in Fremdsprachen.

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  • Schüleraustausch mit Griechenland: Erstmals besuchten Neuntklässler der August-Ludwig-Schlözer-Schule in Kirchberg/Jagst eine Partnerschule in Thessaloniki. Im März kommen die griechischen Schüler zum Gegenbesuch nach Hohenlohe. Privatfoto 1/2
    Schüleraustausch mit Griechenland: Erstmals besuchten Neuntklässler der August-Ludwig-Schlözer-Schule in Kirchberg/Jagst eine Partnerschule in Thessaloniki. Im März kommen die griechischen Schüler zum Gegenbesuch nach Hohenlohe. Privatfoto
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"Sprache ist ein Schwerpunkt an unserer Realschule", sagt Michael Szutta, Rektor der August-Ludwig-Schlözer-Schule in Kirchberg/Jagst.

Seit einigen Jahren besucht rund die Hälfte der Schüler der Klassenstufen 7 und 8 zusätzlich zu den regulären Englischstunden den Unterricht im Fächerverbund Erdkunde, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde (EWG) in englischer Sprache. In diesen Unterrichtsstunden wird nur Englisch gesprochen, es gibt Lehrbücher in englischer Sprache, und alle Hausaufgaben und Klassenarbeiten werden auf Englisch geschrieben. "Eine Untersuchung hat gezeigt, dass Schüler, die am bilingualen Unterricht teilnehmen, fachlich auf dem gleichen Stand sind wie Schüler, die den deutschen EWG-Unterricht besuchen. Hinzu kommt, dass die Schüler aus dem fremdsprachlichen Kurs natürlich ihr Englisch verbessern", erklärt Michael Szutta.

Bilingualer Zweig ab der fünften Klasse

Motiviert durch die Erfolge des englischen Fachunterrichts, soll das Angebot künftig weiter ausgebaut werden. "Unser Ziel ist, dass wir bereits ab der fünften Klasse einen bilingualen Zweig einrichten. Dieser soll auf zwei Fächer ausgedehnt und durchgängig bis zur Abschlussklasse 10 angeboten werden", sagt der Rektor. Die Voraussetzungen dafür sind an der August-Ludwig-Schlözer-Schule gegeben: Gleich mehrere Lehrer besitzen die entsprechende Qualifikation.

Die Austauschprogramme mit Griechenland und Frankreich dienen ebenfalls der Sprachenförderung. Erstmals war eine Gruppe von Neuntklässlern in den Herbstferien für eine Woche in Thessaloniki. Die Verständigung mit den griechischen Schülern erfolgte überwiegend in englischer Sprache. "Der erste Kontakt war positiv. Nun erwarten wir die griechischen Schüler im März zum Gegenbesuch", berichtet der Schulleiter.

Der Frankreich-Austausch bereichert das Schulleben schon seit vielen Jahren. Er findet im jährlichen Wechsel statt und steht allen Schülern ab Klasse 7 offen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die deutsch-französischen Partner zwei- bis dreimal gegenseitig besuchen.

In Klasse 10 fahren die Kirchberger Realschüler gemeinsam mit der Abschlussklasse der Werkrealschule nach London. Seit diesem Schuljahr gibt es außerdem eine Spanisch-AG.

Ein zweiter Schwerpunkt der Bildungsstätte ist die Förderung der Schüler. Es gibt ein großes Angebot an Übungszeiten. Zusätzlich zur Hausaufgabenbetreuung können die Schüler jeden Mittag die Übungszeit in Mathe, Deutsch, Englisch oder Französisch besuchen. Ein Fachlehrer gibt Hilfestellung bei Problemen. "Es handelt sich um ein freiwilliges Angebot, das unsere Schüler aber gern nutzen", sagt Szutta, "wir reagieren damit auf die zunehmende Mischung von Leistungsständen in den Klassen."

Neuerdings arbeiten die Fünftklässler in den Kernfächern einige Stunden mit dem Wochenplan. Das eröffnet jedem Schüler die Möglichkeit, in seinem eigenen Lerntempo und nach eigener Fächerwahl zu lernen. Szutta: "Wir wollen diese selbstständige Art des Lernens aber nicht übertreiben. Ich denke, dass ein Klassenunterricht mit verschiedenen Methoden effektiver ist - sowohl was das Fachliche als auch was das soziale Lernen betrifft." Entscheidend für die Realschüler sei die gezielte Vorbereitung auf den Abschluss durch erfahrene Kollegen. "Hier sind wir sehr gut aufgestellt. Unsere Absolventen erreichen gute Noten bei den Abschlussprüfungen. Sie schaffen problemlos die Anschlüsse an die beruflichen Gymnasien und bekommen attraktive Lehrstellen-Angebote", erklärt der Rektor.

Neben der Qualität des schulischen Angebots macht Michael Szutta dafür vor allem die positive Atmosphäre an der Verbundschule verantwortlich: "Unsere Schüler haben hier eine Schulheimat, wo sie nicht untergehen, wo man sie beachtet, wo man ihnen hilft und wo sie die Grenzen sehen."


Das Schulzentrum in Kirchberg/Jagst, eine Verbundschule mit Grund-, Werkreal- und Realschule, besteht seit 43 Jahren. Derzeit besuchen 376 Schüler in 16 Klassen die Realschule. Die durchschnittliche Klassengröße beträgt 24 Schüler. An der August-Ludwig-Schlözer-Schule unterrichten 47 Lehrer.

Zum Einzugsbereich gehören Kirchberg, Satteldorf Wallhausen, Langenburg und Gerabronn. Das Ganztagesangebot ist in offener Form gestaltet mit Mittagsbetreuung, Mittagessen, Arbeitsgemeinschaften und zusätzlichen Lernzeiten in Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch.
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