Aufgegabelt: Junge Senioren und ellenlange E-Mail-Adressen

Der Schrozberger Bürgermeister Klemens Izsak ist kürzlich 60 geworden. Da bekommt man natürlich viele Glückwünsche und auch manches Kompliment à la: "Sie sehen noch viel jünger aus!" Beinahe hätte er's geglaubt.

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Alles andere als einfach zu merken: Die wahrscheinlich längsten E-Mail-Adressen der Welt kommen wohl von der Bundeswehr. Repro: Daniela Knipper

Der Schrozberger Bürgermeister Klemens Izsak ist kürzlich 60 geworden. Da bekommt man natürlich viele Glückwünsche und auch manches Kompliment à la: "Sie sehen noch viel jünger aus!" Beinahe hätte er's geglaubt. Als er nun aber beim Skifahren war, so berichtete Izsak beim Neujahrsempfang, wollte er sich erstmals einen verbilligten Seniorenpass kaufen und dazu seinen Ausweis zeigen. Da meinte die junge Dame am Schalter: "Den können Sie ruhig stecken lassen."

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Die Stadt Crailsheim sucht eine/n Stadtplanerin/Stadtplaner - und zwar "baldmöglichst". Die Stelle ist unbefristet ausgeschrieben. "Das Aufgabengebiet umfasst das gesamte Spektrum städtebaulicher Aufgaben", heißt es in der Anzeige. Dazu gehört unter anderem die Mitarbeit in der Stadtenwicklungsplanung. Es gibt nicht wenige, die meinen, dass der Großen Kreisstadt Crailsheim ein bisschen von der Vision des ehemaligen Oberbürgermeisters Hellmut Zundel nicht schaden würde.

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Das Stadtarchiv Crailsheim wartet weiter auf eine deutsche Ausgabe der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo". Stadtarchivar Folker Förtsch hatte sich das eigentlich einfacher vorgestellt, aber es sei "einfach schwierig, welche nach Deutschland zu bekommen". Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Eine digitale Version kommt für ihn eher nicht infrage.

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Die Königin von England weilt im Juni wieder einmal zum Staatsbesuch in Deutschland, es ist ihr fünfter seit 1965. Damals plante sie übrigens einen Abstecher zu ihren Verwandten nach Langenburg ein. Vielleicht gibt es für "hör mätschestie" auch diesmal wieder als Dank für "se wisit" eine königliche Portion der "träditschionäl biskwitts Wibele". Auch der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Christoph Hammer (CSU) hofft auf einen Besuch von Queen Elisabeth II. Er hat sie höchstselbst per Brief an den Buckingham Palace in sein Städtchen eingeladen. Eine Antwort steht dem Vernehmen nach noch aus. Wenn es nichts wird, kann Hammer sich immerhin damit trösten, dass das Nachrichtenmagazin Focus Dinkelsbühl zur schönsten Altstadt Deutschlands gekürt hat. Von "Spitzweg-Idyll und Zeitreise-Ziel" ist da die Rede.

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Sven Busch, gebürtiger Crailsheimer, hörte Ende vergangenen Jahres als Sportchef der Deutschen Presse-Agentur auf. Die Gerüchte verdichten sich, dass der 48-Jährige zum 1. Februar einen neuen Job bei Eurosport in München antritt. Beim Fernsehsender war Busch früher schon einmal tätig: als Chefredakteur in der Pariser Zentrale und als Kommentator.

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Wer mit der Bundeswehr in Niederstetten zu tun hat, kann anrufen, faxen oder eine E-Mail schreiben. Im konkreten Fall ging es nicht um die berufliche Karriere, sondern um ein Windrad, dass der Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg, kurz NOW, mit Sitz in Crailsheim am Wasserwerk Bronn bauen möchte. Die Bundeswehr ist insofern betroffen, als sich das Windrad in einer der Einflugschneisen des Heeresflugplatzes Niederstetten befindet. Beim Anblick der E-Mail-Adresse KarrCBwStuttgartBFDStoTNiederstetten@bundeswehr.org greift man lieber gleich zum Hörer. Es geht allerdings noch schlimmer, womit wir leider wieder bei der Bundeswehr wären. Vor ein paar Monaten kursierte in den sozialen Netzwerken "die wahrscheinlich längste E-Mail-Adresse der Welt" - mehr als 60 Zeichen lang: BwDLZDoberlugKirchhainStandortserviceStrausberg@bundeswehr.org, garniert mit folgendem Satz: "Die Bundesbehördenabteilungsemailadressenbuchstabenzuteilungsstelle war mal wieder großzügig." Hat jemand noch mehr zu bieten? Dann immer her damit, am besten per Mail: j.sitarek@swp.de
 

Neue HT-Rubrik: "Aufgegabelt"

Wenn wir Redakteure über ein Thema, einen Termin oder eine Veranstaltung berichten, dann schafft leider nicht immer alles, was in unseren Notizblöcken steht oder in unseren Köpfen abgespeichert ist, es am Ende auch ins HOHENLOHER TAGBLATT.

Das wird immer so bleiben, aber trotzdem möchten wir den kleinen Dingen am Rande, die uns bei der täglichen Arbeit begegnen, verstärkt einen Platz geben. Nur weil sie klein scheinen, sind sie manchmal nicht weniger berichtenswert. Das können Personalien sein, lustige Anekdoten, Beobachtungen, Gedanken und natürlich auch Fotos - hin und wieder versehen mit einem Augenzwinkern. Zu finden ist all das in der neuen Rubrik "Aufgegabelt". Sie ist ab heute in loser Folge im HT zu finden.

AH
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