Auf Ideensuche am Urspung der Bühler

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Die Wandergruppe steht vor der Quelle der Bühler. Mit dabei: Landrat Gerhard Bauer, rechts daneben Obersontheims Bürgermeister Siegfried Trittner.  Foto: 

Okay, okay, weg mit der Krawatte. Landrat Gerhard Bauer handelt schnell, löst den Knoten, der Strick verschwindet im Auto. Das parkt in Pommertsweiler, einem Ortsteil von Abtsgmünd im Ostalbkreis, einige Kilometer von der Grenze des Landkreises Hall entfernt. Der Hinweis bei herrlichem Sonnenschein kommt von Armin Kiemel. Der Bürgermeister von Abtsgmünd hat zudem Wein für Franz Rechtenbacher dabei, denn Bühlerzells Bürgermeister feierte vor kurzem seinen 60. Geburtstag und wurde als Bürgermeister wiedergewählt.

Zudem stehen noch in der Runde die Bürgermeister Siegfried Trittner (Obersontheim), Ute Zoll (Vellberg) und Jürgen Silberzahn (Wolpertshausen) - der bei dem Wetter mit einem Augenzwinkern eine Jacke im Rucksack hat, wie es sich "für Pessimisten bei so einem schönen Wetter gehört" - sowie weitere Beteiligte der Marketingkooperation Bühlertal wie beispielsweise Silke Rüdinger vom Tourismusverein Schwäbisch Hall und Hohenlohe. Grund des Treffens: die Bühlertalwanderung, die dem Erfahrungsaustausch dient. Das gilt auch für die einmal im Jahr zusammenkommende Arbeitskreis Bühlertal. In der haben sich Gemeinden und Städte im Bühlertal verbunden, um vor allem das Thema Wandern mit dem Bühlertalwanderweg und vier Themenwegen sowie Radfahren gemeinsam und landkreisübergreifend zu vermarkten. So schnell wie die Krawatte weg ist, setzt sich der Landrat an die Spitze der 14-köpfigen Gruppe, freut sich über den "superschönen Wanderweg" und entdeckt einen Fliegenpilz, "ein Zeigerpilz für Steinpilze", die tatsächlich unweit davon zu sehen sind. Er erinnert sich an eine Geschichte, die in seine Studentenzeit in Tübingen führt. "Ich habe 150 Gramm weißen Trüffel entdeckt und an ein Sternelokal für 150 Mark verkauft", macht der Landrat, damals Jurastudent, deutlich und steht kurz darauf mitten im Wald vor einem kleinen Tümpel. Gerhard Bauer sieht erstmals den Ursprung der Bühler und liest auf einem Schild: "Berroth-Brunnen, Bühlerquelle, der Wald und die Quelle ist seit Generationen im Besitz des Hofgutes Berroth in Lutstrut". Der abwechslungsreiche Wanderweg führt die Gruppe durch Feld und Wald durch Vorderbüchelberg weiter auf 555 Höhenmeter, den höchsten Punkt der Gemeinde Abtsgmünd. Die Kaiserberge werden sichtbar und auf der anderen Seite erscheint Hohenberg, ein Weiler der Gemeinde Sulzbach-Laufen im Landkreis Schwäbisch Hall.

Egon Ocker hat den Wanderweg ausgesucht und zweieinhalb Stunden für die rund zehn Kilometer eingeplant. "Das schaffen ansonsten meine Senioren", lacht der Ortsvorsteher von Pommertsweiler. Das Thema lautet Wald im Wandel. Holznutzung gestern und heute, der Lebensraum Wald oder die Eisenverarbeitung sowie Holzkohleproduktion werden vorgestellt.

Nach der Pause in Hinterbüchelberg wandert die Gruppe wieder zurück nach Pommertsweiler, lässt den Tag beim gemeinsamen Abendessen ausklingen und verarbeitet den Wandertag, denn "an der frischen Luft und in Bewegung kommen einem oft die besten Ideen", macht Silke Rüdinger deutlich.

Ergebnisse eventuell bald auf: www.buehlertal-tourismus.de.

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