Auf EU-Ebene ansetzen

Über die heimische Landwirtschaft haben die Grünen-Politiker Alexander Bonde und Harald Ebner in Mainhardt diskutiert. Fast 100 Gäste hörten zu.

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Unter anderem über Gen-Technik in der Landwirtschaft haben Bernhard Walter (Brot für die Welt) und die Grünen-Politiker Alexander Bonde und Harald Ebner (von links) im Mainhardter Riegenhof diskutiert. Privatfoto

Grün-Rot ist gut fürs Land und die Menschen auf dem Land. Das sei kürzlich beim politischen Frühlingstalk der Grünen mit Landesminister Alexander Bonde (ländlicher Raum und Verbraucherschutz) und dem Bundestagsabgeordneten Harald Ebner deutlich geworden. Dies teilt das Abgeordnetenbüro von Ebner mit. Fast 100 Interessierte aus der ganzen Region kamen in die Kulturscheune der Familie Braun auf dem Riegenhof in Mainhardt.

Die Landesregierung habe bei der vergangenen Runde der EU-Agrarpolitik 180 Millionen Extraförderung für Bauern in Baden-Württemberg herausgeholt, berichtete Bonde. Dabei ging es auch um einen Paradigmenwechsel: Das alte Agrarfördermodell hat vor allem Großbetriebe begünstigt, wie es sie bei uns gar nicht gibt.

Trotzdem hatte auch die baden-württembergische CDU dieses überkommene Modell zum Nachteil der hiesigen Landwirtschaft unbedingt aufrechterhalten wollen, so Ebners Pressemitteilung. Die neue Agrarpolitik bringe mehr Förderung für jeden einzelnen Landwirt bei uns und zugleich mehr Mittel für die Förderung der ländlichen Räume.

Anders als etwa in Bayern, wo sich Industrie und Gewerbe in den Ballungsräumen konzentrieren, sind mittelständische Betriebe in Baden-Württemberg gerade im ländlichen Raum zu finden. Das liege auch daran, dass dort auf dem Land die gleichen Schul- und Bildungschancen bestünden wie in den Ballungsräumen. Dies sei allerdings durch den demografischen Wandel zunehmend gefährdet. Dagegen setze Grün-Rot auf die regionale Schulentwicklung zur Konzentration und Stärkung von Schulstandorten.

Die Qualitätslandwirtschaft in Baden-Württemberg profitiere besonders von der gesicherten Gentechnikfreiheit. Sie zu erhalten ist gemeinsames großes Ziel von Bonde und Ebner. Dazu setzen die beiden Politiker auf verschiedene Maßnahmen auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene.

Gentechnik-Zulassungen wie bei Genmais werden auf EU-Ebene entschieden. Darum ist es wichtig, schon dort anzusetzen. "Die von der Bundesregierung anvisierten nationalen Anbauverbote bringen in Wahrheit mehr statt weniger Gentechnik nach Europa", erklärt Ebner. Stattdessen sollte Europa erst gar keine Zulassungen für Gen-Pflanzen erteilen.

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