Auf einem Spitzenplatz

Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien ist der Landkreis Hall in einer bundesweiten Spitzengruppe. 42 Prozent des Strom stammen aus diesen Quellen, so das Energiezentrum in Wolpertshausen.

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Im Landkreis Hall wurden im Jahr 2011 exakt 37,92 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Grundlage dafür sind die Verbrauchswerte, die das Energiezentrum Wolpertshausen von den Energieversorgern erhoben hat. "Damit liegt der Haller Kreis in Baden-Württemberg ganz vorne", heißt es im Pressebericht. Für 2012 rechnen die Experten mit einem Versorgungsgrad von gut 42 Prozent. Der Anteil der Erneuerbaren Energien überschreite weit den Bundesdurchschnitt (19 Prozent) und den Landesdurchschnitt (14 Prozent) .

Nach Erhebungen des Energiezentrums, der Energieagentur des Landkreises Schwäbisch Hall, wurden im Jahr 2011 bei einem Gesamtstromverbrauch von 1,053 Milliarden Kilowattstunden fast 400 Millionen Kilowattstunden (kWh) regenerativ erzeugt. Davon entfielen 160.515.752 kWh (40,2 Prozent) auf Biomasse (Pflanzenöl, Biomasse und Biogas), 188.412.003 kWh (47,2 Prozent) auf die 9766 Solaranlagen, 12.132.210 kWh (3 Prozent) auf die 83 Wasserkraftanlagen und 38.283.290 kWh (9,6 Prozent) auf die 26 Windkraftanlagen.

Im Jahr 2010 lag die Gesamtstromerzeugung aus Erneuerbaren Energien noch bei 341.579.330 kWh (31,9 Prozent). Dies entspricht einem Zuwachs von sechs Prozent innerhalb eines Jahres. Das von der Grün-Roten Landesregierung aktualisierte Landesziel für das Jahr 2020, welches einen Anteil der Regenerativen an der Stromerzeugung von mindestens 38 Prozent vorsieht, sei damit bereits jetzt erreicht.

"Es gibt im Landkreis Hall herausragende Projekte und Vorhaben. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben sich auf die Installation von Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen spezialisiert. Viele Bürger investieren in Erneuerbare Energie. All dies trägt zu einer starken regionalen Wertschöpfung bei", betont Landrat Gerhard Bauer. Mittlerweile könnten bereits fünf Städte und Gemeinden im Landkreis ihren Stromverbrauch zu über 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken (Bühlerzell, Ilshofen, Schrozberg, Frankenhardt und Langenburg).

Mit 62 Fotovoltaikanlagen nutzt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) selbst die Sonnenenergie und finanziert mit den Einspeiseerlösen das Energiezentrum, das im Gegenzug seine umfangreiche Dienstleistung kostenlos anbietet.

Auch der Landkreis investiert seit 2008 in den Klimaschutz. Bei kreiseigenen Gebäuden wird viel Wert auf eine energetisch sinnvolle Sanierung gelegt. Heizungen, die bisher mit fossilen Brennstoffen befeuert wurden, werden durch umweltfreundliche Biomasseheizungen ersetzt. Energieeinsparung, Energieeffizienz und Versorgung mit nachhaltiger Energie werde eine der wichtigsten Aufgaben auf dem Weg zur 100-Prozent-Region in den nächsten Jahren bleiben.

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