Auch ein Waschbär war schon da

Warum haben Boxerhunde platte Schnauzen? Das war nur eine von vielen interessanten Fragen, die die Mädchen und Jungen der Klasse 4b bei ihrem Besuch im Tierheim Michelfeld gestellt hatten.

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  • Mitarbeiterin Elke Preuß zeigt den Schülern, wo das Hundefutter zubereitet wird. Foto: pv 1/2
    Mitarbeiterin Elke Preuß zeigt den Schülern, wo das Hundefutter zubereitet wird. Foto: pv
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Die Grundschüler der Klasse 4b aus Rosengarten machen mit bei dem Projekt "Zeitung in der Schule", kurz Zisch genannt. Sie hatten sich für ihre Recherche und den Bericht das Tierheim in Michelfeld ausgesucht.

"Ein paar wenige Plätze für Notfälle haben wir noch", antwortet Karin Gschwind, die Leiterin des Tierheimes Michelfeld auf die Frage, ob im Tierheim am Landturm noch Plätze frei sind.

Die Klasse 4b der Grundschule Rosengarten ist auch sehr erstaunt, dass das Tierheim etwa 21000 Euro pro Monat für die Pflege der Tiere benötigt. Bei ihrem Besuch der Einrichtung erfahren die 24 Kinder viel Interessantes, unter anderem, dass die Leute früher Boxerhunde wegen ihrer platten Schnauze züchteten. Diese Hunde eigneten sich zum Beispiel dafür, Kühe zum Schlachthof zu treiben, da die Hunde bei einem festen Zubiss trotzdem weiteratmen konnten.

Lautes Gebell ertönt, als die Grundschüler das Hundehaus betreten. Katharina (10) kann von dem ältesten Hund Toby gar nicht genug Fotos schießen, so süß ist der zehnjährige Rüde.

Aber es gibt nicht nur Hunde zu sehen, sondern auch Katzen, Kaninchen und Ratten. Philipp (9) freundet sich mit einem der Meer-schweinchen an und will es kaum wieder hergeben. "Sogar einen Waschbären hatten sie hier schon einmal", staunt Eva (9). Vor allem in der Sommerzeit und nach Weihnachten werden die meisten Tiere ausgesetzt oder abgegeben. Das kann Emilie (10) gar nicht verstehen: "Wenn man ein Tier zu Hause hat, muss man sich doch darum kümmern!"

Im Katzenhaus können sich die Kinder kaum losreißen. Die Katzen turnen herum und zeigen ihr Können, so dass alle Schüler sich mit begeisterten Gesichtern die Nasen an den Scheiben platt drücken, um ja kein Kunststück zu verpassen.

Ehrenamtliche Helfer unterstützen die beiden Mitarbeiterinnen Karin Gschwind und Elke Preuß bei der täglichen Pflege der Tiere. Romeo (9) weiß: "Etwa acht Kilogramm Futter werden jeden Tag verfüttert und ältere und kranke Tiere bekommen spezielle Nahrung." Als sich die Vierbeiner an die neuen Besucher etwas gewöhnt haben, zeigt Elke Preuß den Kindern, wo das Hundefutter angerichtet wird. "Manche Tiere warten sehr lange auf einen Platz", berichtet die Mitarbeiterin den Grundschülern, "vor allem, wenn sie nicht ganz einfach sind".

Am liebsten hätten die Kinder einige Tiere sofort mitgenommen. "Hoffentlich finden viele bald ein neues Zuhause", meint Lucy (9). Auf jeden Fall kann der Tierschutzverein Unterstützung von allen Seiten gebrauchen, damit die Vierbeiner auch weiterhin versorgt sind, erfahren die Schüler.

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