Asyl-Unterkunft: Flüchtlinge im Adelheidstift

Das Adelheidstift in Kirchberg wird zum Flüchtlingsheim. Das hat das Landratsamt am Freitag bekannt gegeben. Zunächst 29 Asylbewerber sollen dort von Februar an untergebracht werden, später dann mehr.

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Schon mehr als ein Jahr ist es nun her, dass das Leben aus dem Kirchberger Adelheidstift ausgezogen ist. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hatte zuvor beschlossen, sein Mutter-Kind-Kurheim zu schließen. Jetzt soll das seither leer stehende Gebäude wiederbelebt werden: Der Landkreis plant, es als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge zu nutzen. Ein Mietvertrag mit dem DRK ist geschlossen. Schon im Februar sollen 29 Bewohner einziehen. "Die tatsächliche Anzahl der Menschen, die dort untergebracht werden können, wird derzeit geprüft", schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Die Kreisoberen reagieren damit auf stetig steigende Flüchtlingszahlen. Am 30. Juni 2013 bewohnten noch 204 Asylbewerber die Unterbringungen im Kreis Hall, am 30. Dezember waren es schon 355. Und ein Ende der Entwicklung ist vorerst nicht in Sicht. Im Gegenteil: Erwartet wird, dass im Jahr 2014 ungefähr weitere 400 Menschen mit Wohnraum versorgt werden müssen.

"Wir suchen seit Monaten händeringend nach geeigneten Unterbringungsobjekten", sagt Landrat Gerhard Bauer. Momentan gibt es Gemeinschaftsunterkünfte in Schwäbisch Hall, Ilshofen, Blaufelden und seit dem Sommer in Ottendorf. "Ausweichunterbringungen haben wir derzeit in Gaildorf, Langenburg, Schrozberg und Rot am See. Das ändert sich aber ständig, und es kommen welche dazu", so die Kreisverwaltung.

Nichts passiert bis jetzt

Eine neue Gemeinschaftsunterkunft entsteht auch in Crailsheim. Den Bau von zwei Gebäuden mit zusammen 96 Plätzen an der Burgbergstraße im Fliegerhorst hat der Kreistag bereits beschlossen (das HT berichtete). Die Maßnahme schlägt mit voraussichtlich 2,8 MillionenEuro zu Buche. Ursprünglich war indes geplant, die Arbeiten im dritten oder vierten Quartal 2013 zu beginnen. Passiert ist bisher nichts. Lediglich die angrenzende Straße ist aufgerissen. Der Landkreis geht nun davon aus, "dass je nach Wetterlage im Frühjahr begonnen wird". Auf dem Grundstück wäre Platz für drei Gebäude. Angesichts der Flüchtlingszahlen wird eine dahingehende Entscheidung wohl nicht lange auf sich warten lassen.

"Mit dem Adelheidstift als Gemeinschaftsunterkunft und den geplanten Bauten in Crailsheim sowie noch einiger anderer kleinerer Objekte im Landkreis können wir 2014 unsere Quote hoffentlich erfüllen", sagt Bauer. Der Landrat betont: "Wir wissen, dass die Unterbringung in den Gemeinden diese vor große Herausforderungen stellt. Landratsamt, Gemeinden und Ehrenamtliche werden weiterhin eng zusammenarbeiten, um die bestmögliche Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge zu gewährleisten."

INS VISIER GENOMMEN: Kirchberg kann Vorbild sein

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Kommentare

13.01.2014 13:42 Uhr

Asyl- Unterkunft : 29 .................

Für diesen Wohnraum wurde der Wohnraum von Pflegebedürftigen entzogen !!

Wird halt mehr Geld für Asylanten bezahlt
Pflegefälle haben "" keine STIMME ""

Schämt EUCH

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Wie die steigende Zahl von Flüchtlingen untergebracht werden kann, ist eine Frage, die sich dem Landkreis derzeit jeden Tag aufs Neue stellt - und die auch die Städte und Gemeinden beantworten müssen.

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