Angelsportverein Matzenbach bereichert das Fichtenauer Vereinsleben

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Jung und Alt und schweres Gerät sind im Einsatz, um die Gewässer zu pflegen.  Foto: 

Über Anglerwitze können die 85 Mitglieder des Angelsportvereins Matzenbach (ASV) nur müde lächeln. Denn sie wissen: Die stimmen einfach nicht. Die ASVler sind alles andere als eine träge Truppe trinkender Langweiler, die stundenlang am Ufer sitzt und Würmer badet. Das Gegenteil ist der Fall: Die Vereinsmitglieder sprühen geradezu  vor Aktivität. Sie engagieren sich für die Natur, in der Jugendarbeit und bei sozialen Projekten. Und obendrein setzen sie wichtige Akzente im Fichtenauer Gemeindeleben.

Sechs der 35 wunderschönen Weiher in Fichtenau werden vom Verein bewirtschaftet: der Stockweiher, der Hagenbuschweiher und der Kohlweiher in – beziehungsweise bei – Wildenstein, der Ratzenweiher und der Brandweiher in Matzenbach und ein Teich der Teichanlage Sperr. Die Teichanlage besteht aus sechs Gewässern. Fünf davon werden zur Aufzucht von Karpfen, Schleien, Zandern und Hechten genutzt. Sind sie groß genug, kommen sie in die Angelteiche.

Für die Mitglieder gibt es eine vorgeschriebene Anzahl von Arbeitsstunden im Jahr, in denen sie die Gewässer pflegen. Dazu gehören Mäh- und Ausschneidearbeiten im Frühjahr und im Sommer und schließlich im Herbst das Abfischen und das sogenannte Entlanden der Teiche. Beim Schlammausbaggern kommt schweres Gerät zum Einsatz. Im Herbst werden außerdem neue Fische eingesetzt. Immer wieder wird die Wasserqualität überprüft.

„Wir betrachten es als unsere Hauptaufgabe, unsere Gewässer und die Landschaft zu schützen“, betont der Vorsitzende Konrad Meiser. „Wir achten den Fisch und sorgen uns um einen gesunden Bestand.“

Jeder Angler ist ein Naturschützer. Bevor er seine Angel auswerfen darf, muss er allerdings die Angelprüfung bestehen. Dazu muss zunächst ein Kurs besucht werden, in dem die Grundlagen in Theorie und Praxis vermittelt werden. Fisch- und Gewässerkunde gehört genauso dazu wie Geräte- und Rechtskunde.  „Als wir zuletzt einen Kurs in Fichtenau angeboten haben, haben alle 28 Teilnehmer bestanden. Das ist ein hervorragendes Ergebnis und keinesfalls selbstverständlich“, sagt Meiser. Der Vorsitzende hat seine Sportfischerprüfung als einer der ersten Angler in Fichtenau 1971 abgelegt – ein Jahr vor der Gründung des Angelsportvereins. „Kurz darauf habe ich mich der Musik gewidmet und mehr als 20 Jahre lang gar nicht geangelt. 1995 bin ich in den Verein eingetreten, drei Jahre später  Vorstand geworden – und seither ist Angeln meine Leidenschaft.“ Diese Leidenschaft teilt Meiser mit den übrigen Vereinsmitgliedern.

Doch jeder schätzt das Fischen auf seine Art: Manche lieben die Stille und die Verbindung zur Natur. „Da komme ich selber zur Ruhe“,  meint Konrad Meiser. Andere brauchen mehr Action. „Ich mag das aktive Angeln lieber“, gibt Roland Holzner zu. Der Jugendwart geht mit Kunstködern auf Raubfische wie Hecht, Zander oder Wels. Und für Schriftführer Peter Trampert ist Angeln heilsam: „Wenn ich am Schreibtisch mal richtig Frust habe, schnappe ich meine Angelsachen und fahre zum See. Nach zwei Stunden bin ich ein neuer Mensch.“

Die Fische, die die ASVler aus den Gewässern angeln, werden selbst verzehrt oder verkauft. Beim Fischessen im März, beim Fischverkauf am Läuteturm vor Ostern oder beim Fischerfest im Juli bringen die ASV’ler die Fichtenauer auf den Geschmack von frischem Fisch.

Vereinsgründung 1972

Die erste Satzung des ASV Matzenbach wurde am 7. Mai 1972 im Gasthaus „Zum Grünen Baum“ in Matzenbach beschlossen. Mittlerweile besteht der Verein seit 44 Jahren. Er hat 85 Mitglieder, davon sind 13 Jungangler, 30 passive und 40 aktive Mitglieder. Günter Fuchs und Walter Uhl sind Ehrenmitglieder. hof

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