Am Ende kommt der krachende Bankencrash

"Durch die Bank" lautet das Thema der 8. Straßengalerie, die nun eröffnet wurde. 20 Künstler und Schüler der Grund- und Hauptschule beteiligen sich mit ihren Objekten an der Ausstellung.

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  • Ein Mädchen sitzt auf einer Hühnerbank. Einige Exponate können nach der Ausstellung in Vellberg von Liebhabern gekauft werden. Fotos: Rainer Richter 1/2
    Ein Mädchen sitzt auf einer Hühnerbank. Einige Exponate können nach der Ausstellung in Vellberg von Liebhabern gekauft werden. Fotos: Rainer Richter
  • Performance bei der Vernissage: Aktivisten zerstören eine Bank. 2/2
    Performance bei der Vernissage: Aktivisten zerstören eine Bank.
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"Das Publikum will sich einlassen auf das ganz spezielle Kommunikationsangebot", sagt Bürgermeisterin Ute Zoll in ihrer Eröffnungsrede. "Kunst braucht Publikum", formulierte Projektleiterin Roswitha Maria Schäfer. Die zahlreich erschienenen Besucher ließen sich das nicht zweimal sagen.

Das Thema "Durch die Bank", von Ursula Schneider-Szutta vorgeschlagen, eröffnete den Künstlern ein weites Feld. Von der Bank als Sitzmöbel ausgehend über die synonyme Verwendung als Geldinstitut bis hin zu Wortkombinationen wie Samenbank oder Bankgeheimnis reichte das Spektrum der künstlerischen Ideen.

Die Besucher griffen das kreative Angebot auf. Sie ließen sich von den unterschiedlichsten Objekten zum Probesitzen verführen. Aber nicht jede Bank lud nur zum Sitzen ein. Werner Steinles "Flirtbank" beispielsweise gab ein Gegenüber in Gestalt eines ansehnlichen, in Weiß gewandeten eleganten Sitzpartners vor. Ein Wunschpartner hatte da keinen Platz mehr.

Auf die Bank mit dem Titel Bankgeheimnis, eine mit Plastik verhüllte Bank, wurden lediglich die Fotoapparate gerichtet. Die Amorbank von Ursula Schneider-Szutta hingegen versprach, Sehnsüchte zu erfüllen. Wer will sich nicht von Amor durch die Bank ins Herz treffen lassen - für die Ewigkeit? Andere Objekte rissen die politische Dimension an. Eva Schneiders "Bankenviertel" etwa, eine in vier Teile zerlegte Bank.

Die Übermacht der Finanzinstitute ist vielen ein Dorn im Auge. Die abschließende Performance zeigte dies. Vier Ausstellende mit Guy-Fawkes-Masken zertrümmerten nach ihrem Rundgang durchs Publikum mit Vorschlaghammer und Beil eine Bank - ein Bankencrash also. Auf die Trümmer warfen sie das Schild mit der Aufschrift "bankrott".

Info Die Ausstellung ist bis 31. Oktober geöffnet. Führungen finden an jedem ersten Sonntag im Monat statt - Treffpunkt 14 Uhr am Stadtbrunnen. Einige Bänke können auch erworben werden.

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