Altpapier bringt nur wenig Geld

Keine großen Schwankungen gibt es bei den Abfallmengen im Kreis Hall. Die Gebühren liegen im Landesvergleich im unteren Bereich. Sie bleiben unverändert. Ein Ärgernis ist und bleibt der "wilde" Müll.

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In der Pappenfabrik in Tullau (Gemeinde Rosengarten) werden aus Altpapier verschieden starke Pappen hergestellt.  Foto: 

Zur Gesamtabfallmenge gehören der Restmüll von Privatpersonen und Gewerbe einschließlich Sperrmüll; der Bioabfall der braunen Tonne plus Grüngut und Strauchschnitt; die Wertstoffe Papier, Verpackungen, Metall, Elektronikschrott und Ähnliches; außerdem Altholz und Problemstoffe. Im Jahr 2013 kamen 72306 Tonnen zusammen.

Altglas fällt nicht darunter. Es wird von den Betreibern des Dualen Systems entsorgt. Die Abfallmenge des Landkreises liegt seit 2007 recht konstant zwischen 71000 und 74000 Tonnen. Auffallend ist der Rückgang um 2228 Tonnen oder fast 14 Prozent beim Baum- und Strauchschnitt gegenüber 2012. Einen Grund dafür gibt das Abfallwirtschaftsamt, das dem Umwelt- und Technikausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung die Abfallbilanz 2013 vorlegte, nicht an. Leicht gestiegen sind dagegen die Restmüllmengen (24000 Tonnen) und die abgegebenen Wertstoffe, die ziemlich genau doppelt so viel wiegen, nämlich 48000 Tonnen. Sie unterteilen sich in Bioabfall (knapp 22000 Tonnen) und Altpapier, gelber Sack und restliche Wertstoffe (26000 Tonnen). Die Altpapiermenge von 13000 Tonnen hat nicht zu den erwarteten Einnahmen geführt, weil der Preis pro Tonne nur noch bei 27 Euro liegt. Mitte 2010 lag der Preis je Tonne Altpapier bei 75 Euro, selbst 100 Euro konnten erlöst werden.

Die Menge an Problemstoffen (alte Medikamente, Lösungsmittel und Altöl) wird mit 124 Tonnen beziffert, fast die Hälfte waren Farben und Lacke. 48 Tonnen wogen sämtliche Altbatterien, auch die aus Autos.

Die Müllgebühren kann der Landkreis konstant halten. Ein Vier-Personen-Haushalt bezahlt derzeit 93 Euro Grundgebühr jährlich. Dazu kommen die Kosten für die Leerungen der Restmüll- und Biotonne. Ein Durchschnittshaushalt zahlt demnach rund 131 Euro im Jahr. Damit liegt der Kreis Hall unter dem mittleren Betrag von rund 149 Euro im Land.

Diese Kosten wollen einige Landkreisbewohner auf die Allgemeinheit abwälzen und entsorgen ihren Müll wild in der Landschaft. Das Landratsamt wies in seiner Sitzungsvorlage darauf hin, dass sie mit einer Anzeige rechnen müssen.

Rangliste Beim Haus- und Sperrmüll liegt der Kreis Hall im Vergleich aller 44 Stadt- und Landkreise auf Platz 17. Im Landesdurchschnitt hat 2013 jeder Bürger 144 Kilogramm Haus- und Sperrmüll entsorgt, im Kreis Hall waren es 124 Kilogramm.

Wertstoffhöfe Im Kreis Hall gibt es 17 Wertstoffhöfe und zwei Entsorgungszentren: in Hall-Hessental und in Blaufelden. Dort können die Bürger etwa Altkleider, Altspeisefette, Elektronikschrott (Haushaltsgeräte, Computer, Bildschirme), Kabelschrott, Korken, Leuchtstoffröhren, Reifen, Styropor und anderes abgeben.

Restmüllsack Wem gelegentlich die Restmülltonne nicht reicht, der kann sich auf den Wertstoffhöfen und in vielen Rathäusern 60-Liter-Restmüllsäcke kaufen. 2013 hat der Landkreis seit der Einführung im Mai 2564 solcher Säcke verkauft.

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