Alte Fichtenberg-Fahne gibt Rätsel auf

Eine handbemalte alte Fahne ist jetzt in Fichtenberg aufgetaucht. Die Herkunft ist unklar. Nun soll sie restauriert werden.

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Bürgermeister Roland Miola mit dem handbemalten Unikat. Foto: Richard Färber

Vorerst kann man wohl nur spekulieren, woher diese Fahne kommt, die nun im Fichtenberger Archiv entdeckt wurde. 3,7 auf 1,55 Meter misst der Stoff, den links und rechts zwei grüne Streifen säumen. In die Mitte auf weißem Grund hat ein unbekannter Künstler das Bild einer Fichte gemalt.

Eine Signatur gibt es nicht, genauso wenig eine Datumsangabe noch sonstige Hinweise auf Alter und Herkunft. Er sehe die Fahne als ein "historisches Relikt", meinte Bürgermeister Roland in der letzten Gemeinderatssitzung und er halte es daher für dringend angebracht, sie vor den Motten zu retten. Das wird nun auch geschehen. Auf 2212 Euro beläuft sich das Angebot der Esslinger Textil-Restauratorin Gabriele Schrade, das der Gemeinderat nun einstimmig angenommen hat.

Schrade kennt die Fahne bisher nur von Fotografien, geht aber davon aus, dass die Fahne im 20. Jahrhundert angefertigt wurde. Genaueres könne man aber erst nach einer Textilprobe sagen, meint sie. Eine ursprüngliche Nutzung als Vereinsfahne sei eher auszuschließen, so die Resaturatorin weiter. Dazu sei das Motiv eher zu schlicht. Da sich das Motiv nur auf einer Seite befinde, es sich also um eine "einblättrige" Fahne handle, reduzierten sich auch die Verwendungsmöglichkeiten. Dass die Fahne bei Umzügen mitgetragen wurde, sei auch wegen ihrer Länge eher unwahrscheinlich. Bleibt - der Fahnenmast.

Auch aus dem Motiv selbst ergeben sich keine klaren Hinweise. Das Dorfwappen mit grüner Fichte auf schwarzem Sechsberg gibts seit den 1930-er Jahren. Man könnte also aus dem Fehlen des Sechsberges schließen, dass die Fahne früher entstanden ist - ein zwingender Beweis aber ist das nicht.

Altbürgermeister Hermann Sperber jedenfalls kennt die Fahne nicht und auch Josef Widmann vom Gesangverein kann nicht weiterhelfen. Aber vielleicht erinnert sich ja jemand, wenn das restaurierte Unikat zu besonderen Anlässen im Bürgersaal im Rathaus oder in der Halle aufgehängt wird.

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