Alpaka-Schau in der Arena - 78 Züchter aus Europa zeigen 367 Tiere

Tiervorführungen, Reiten für Kinder und ein Basar mit Wollprodukten: Viele Besucher kommen in die Arena Ilshofen. Zum dritten Mal treffen sich dort Alpakazüchter und Freunde der Neuweltkamele.

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Bei der Alpaka-Show in Ilshofen: zwei gute Freunde. Foto: Ufuk Arslan

Souverän und geduldig lässt Matrix die Prozedur im Ring über sich ergehen: Abtasten des Körperbaus, Begutachtung von Wollbeschaffenheit und Dichte. Die dreijährige Alpakastute mit den sanften Augen tritt in ihrer Gruppe mit nur einer weiteren Huacaya-Stute in der Farbe "medium silvergrey", also mittelgrau, an. Matrix bekommt einen ersten Preis.

Besitzer Hartwig Kraft von Wedel aus Wiederoda ist mit 16 Tieren angereist. Nun freut er sich, alle haben gute Bewertungen erhalten. "Best of Show" wird Matrix nicht werden: "Das werden meistens weiße Tiere, die haben ein dichteres Fell."

"Die Mehrzahl der Züchter kommt aus Deutschland. Aber auch aus Italien, Österreich, Schweiz, Niederlande und Belgien sind einige angereist", berichtet Veranstalter Heinz Kuhne-Pfaff aus Augsburg. Seit 26 Jahren züchtet er selbst: "Alpakas sind fantastische Tiere. Als ich sie zum ersten Mal sah, habe ich mich gleich in sie verliebt. Nun hoffen wir, auch hier viele Leute mit dem Alpakavirus zu infizieren."

Alpakas gibt es in 22 echten Farben und über 200 Farbschattierungen. Während Alpakarichterin, Neurobiologin Kristin Buhrmann aus Kanada, Gruppe um Gruppe nach Alter, Geschlecht, Rasse und echten Farben getrennt bewertet, haben die Besucher die Möglichkeit, sich einer Führung mit Vortrag über den Einstieg in die Alpakahaltung anzuschließen. Am Abend findet eine Alpaka-Auktion statt.

An den Ständen gibt es verschiedenste Alpakaprodukte zu kaufen. Von feiner Wolle in warmen Naturtönen, Pullovern mit aufwendigen Norwegermustern bis hin zum eleganten Kamelhaarmantel reicht das Angebot. Interessierte sehen in der Modenschau edle Produkte aus Alpakawolle, die nach Aussage der Hersteller auch für Allergiker geeignet sind. Auch Produkte aus Südamerika, wie Schmuck und Panflöten, oder Betten, Tierfutter und sogar Ausstecherformen in Kamelform, finden Abnehmer.

Sibylle Klasing-Mann und Marty MacGee Bennett bieten Einführungskurse in Verhaltensbiologie und sogenanntes Clickertraining für eine verbesserte Kommunikation im Umgang mit dem Tier an. "Das war das Schönste überhaupt", strahlt der achtjährige Maxim Ritter aus Ilshofen nach dem kurzen kostenlosen Ritt auf einem ziemlich großen Kamel.

Gut besucht ist auch der Stand des Bayerischen Landesverbandes der Meerschweinchenfreunde. "Wir wollen mehr informieren als verkaufen", berichtet die erste Vorsitzende Petra Gemeinhardt. Viel Wert lege sie auf sorgfältige Verkaufsgespräche: "Sie sollen ja nicht dort enden", meint sie mit einem skeptischen Blick zum benachbarten Kroko-Exoten-Stand von Orazio Martino, an dem auch Schlangen zu sehen sind. Die Freundschaft zwischen Meerschweinchen- und Alpakazüchtern macht Sinn: "In Südamerika leben diese Tiere ja auch zusammen."

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