Alarm kommt bald digital

Die Obersontheimer Feuerwehr wird ihre Mitglieder künftig über ein digitales System alarmieren. Dazu muss im Feuerwehrmagazin ein Empfangsgerät installiert werden. Der Gemeinderat hat zugestimmt.

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Die Sirene auf dem Rathausdach Obersontheim wird auch in Zukunft funktionstüchtig gehalten, sagt Bürgermeister Siegfried Trittner. Für die Alarmierung der Feuerwehrleute wird sie aber nicht mehr eingesetzt. Archivfoto: Karsten Dyba

Eigentlich sollte es in Zukunft für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im ganzen Land einen gemeinsamen sicheren und störungsfreien Digitalfunk geben. Doch das kann noch längere Zeit dauern. Viele Landkreise haben deshalb inzwischen für die Feuerwehr die digitale Alarmierung eingeführt. Das betrifft nun auch die Freiwillige Feuerwehr in Obersontheim.

Bürgermeister Siegfried Trittner erwartet von diesem System eine bessere Organisation und einen Zeitgewinn der Wehr bei Einsätzen. Der digitale Alarm biete einige Möglichkeiten: Die Kameraden könnten signalisieren, ob sie zum Einsatz kommen oder verhindert sind.

Außerdem zeigt es an, wie viele Feuerwehrmänner sich gerade in der Nähe aufhalten. "Big brother is watching you", frotzelte Trittner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Feuerwehrkommandant Jürgen Lerner weist aber darauf hin, dass nur ganz grob erkennbar sei, wo sich Feuerwehrleute aufhalten. "Ein Bewegungsprofil lässt sich damit nicht aufzeichnen", entgegnet er Bedenken von Gemeinderat Helmut Wengert. Seine Männer würden die digitale Alarmierung befürworten.

Das Empfangsgerät, ein kleiner Kasten, der nur zur Alarmierung und nicht ständig aktiv ist, muss irgendwo in der Gemeinde aufgestellt werden. Feuerwehr und Verwaltung empfehlen dafür das Feuerwehrgerätehaus. Die Antenne würde auf dem Dach des Magazins installiert. Eine alternativer Standort sei der Wasserturm in Ummenhofen, sofern der Ortschaftsrat damit einverstanden ist, so Trittner. Das Areal am Hohstück bei Mittelfischach habe sich bei der Begehung mit dem Feuerwehrkommandanten Jürgen Lerner als ungeeignet herausgestellt. Auch der Gemeinderat spricht sich einstimmig für den Standort am Feuerwehrgerätehaus aus.

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