Aktion auf Hochtouren

Gibt es überhaupt noch eine Chance, um das Gaildorfer Krankenhaus zu retten? Nicht nur unzählige Bürgerinnen und Bürger, auch Experten beantworten diese bange Frage mit einem eindeutigen "Ja".

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Dr. Faranak Burr verliert auch mit Blick auf den Kalender ihren Optimismus nicht. Die langjährige Oberärztin der Inneren Abteilung am Gaildorfer Krankenhaus gehört dem fünfköpfigen Sprecherteam der Bürgerinitiative an, die sich für den Erhalt der Klinik in der Kochstraße engagiert

Die Ärztin ist überzeugt davon: Auch wenn es vielleicht zu spät sein mag, um den zum 1. Juli beabsichtigten Rückzug des Schwäbisch Haller Diakonie-Klinikums aus Gaildorf noch aufhalten zu können, erkennen sie und ihre Mitstreiter Perspektiven, den hiesigen Krankenhaus-Standort zu erhalten.

Dr. Faranak Burr weiß sich dabei in bester Gesellschaft: Neben dem langjährigen Chefarzt der Chirurgie und Mitinitiator der Bürgerinitiative "Krankenhaus Gaildorf", Dr. Ulrich Bauer, ist ein weiterer ehemaliger Chefarzt der Überzeugung, dass - der politische Wille vorausgesetzt - die Einrichtung erhalten werden kann: Dr. Jürgen Ansel, derzeit in der Schweiz tätig, hat die Entwicklung in Gaildorf seit seinem Ausscheiden Ende 2009 aufmerksam verfolgt - und kommt zu dem Schluss: Die Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Limpurger Land habe kontinuierlich abgenommen. Dies, so Ansel, liege sicher nicht am Leistungswillen und der medizinischen Qualifikation des Personals, "sondern an den Einschränkungen, die sich aus der Bevormundung durch die Politik und einer Verwaltung ergab, die entweder gezielt auf die Schließung hinarbeitete oder mangels Ideen und Perspektiven einfach den Dingen den Lauf ließ".

Allen Bürgerinnen und Bürgern wünscht Dr. Jürgen Ansel nun Durchhaltevermögen in ihrem Bemühen, die Klinik zu erhalten, viel Unterstützung und den erwünschten Erfolg.

Der bahnt sich zumindest mit Blick auf die von der Bürgerinitiative gestartete Unterschriftenaktion an. Allein Dr. Faranak Burr konnte bis dato fast 1000 Unterschriften verbuchen. Noch nicht bekannt ist das Ergebnis der vielen anderen engagierten Frauen und Männer, die derzeit viel auf Achse sind und dem Vernehmen nach große Zustimmung für die Krankenhaus-Rettungsaktion erfahren.

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