Aflatoxin-Mais: Puten im Kreis Hall geschlachtet

Mit Aflatoxin verseuchter Mais ist nicht an Bauern im Kreis geliefert worden. Allerdings sind etliche mit dem Mais gefütterten Puten aus den nördlichen Bundesländern im Kreis Hall geschlachtet worden.

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Die Tiere aus den nördlichen Bundesländern, die mit aflatoxinverseuchtem Mais gefüttert worden sind, wurden im Putenschlachthof Rot am See geschlachtet, teilte Thomas Pfisterer vom Veterinäramt in Ilshofen auf Nachfrage mit. Symbolfoto.  Foto: 

Tiere aus dem nördlichen Bundesgebiet, die mit dem betreffenden Futtermais gefüttert worden waren, wurden am vergangenen Freitag im Kreis Hall geschlachtet. Das teilt das Landratsamt auf Nachfrage mit. Das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf hatte zunächst nach dem Bekanntwerden des pilzverseuchten Maises ein Schlachtverbot für dutzende Betriebe verkündet. Wenig später verwies das Ministerium aber auf eine Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung, wonach eine Gefährdung der Verbraucher unwahrscheinlich ist. Auch das Veterinäramt im Kreis kommt zu dieser Wertung: "Das Fleisch wurde als unbedenklich erachtet. Die Lebern wurden sicherheitshalber unschädlich beseitigt."

Die Tiere aus den nördlichen Bundesländern, die mit aflatoxinverseuchtem Mais gefüttert worden sind, wurden im Putenschlachthof Rot am See geschlachtet, teilte Thomas Pfisterer vom Veterinäramt in Ilshofen auf Nachfrage mit. Die Lebern seien im sogenannten Konfiskat gelandet - sie wandern in die Müllverbrennung. Das Fleisch, das unbedenklich sei, befinde sich bereits im Handel.

Offenbar ist kein pilzverseuchter Mais in den Futtertrögen im Kreis gelandet. "Unseren Fachleuten aus dem Bereich Veterinärmedizin und auch der überregionalen Presse zufolge wurde der mit Aflatoxin belastete Futtermais aus Serbien nur in Norddeutschland verwendet. Im Landkreis Schwäbisch Hall sind keine Fälle bekannt, in denen landwirtschaftliche Betriebe mit diesem toxinbelasteten Futtermittel beliefert wurden", schreibt das Landratsamt auf Nachfrage. Selbst bei hohen Gehalten an Aflatoxin im Futter werden nach Risikoeinschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung die Höchstgehalte für Fleisch, Leber und Nieren sowie Eier nicht überschritten.

Primär im Fokus wegen einer möglichen Toxinbelastung steht Milch. "Die Molkereien führen in Baden-Württemberg seit Jahren über den Milchprüfring regelmäßige Untersuchungen durch", schreibt das Landratsamt. Im Landkreis Schwäbisch Hall habe es bisher keine Beanstandungen gegeben. Ergänzend nimmt das Veterinäramt Proben.

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