Acht Läden warten auf Leben

Ein Jahr nach der Schlecker-Pleite stehen die meisten Läden noch leer. Da viele Firmen große Flächen auf der grünen Wiese bevorzugen und die ehemaligen Schleckerfilialen klein sind, ist es schwer, sie zu vermieten.

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In der Stadt und im Landkreis Hall sind bislang nur drei ehemalige Filialen des Drogeriemarkts mit Leben erfüllt: In Hall ist in der Neuen Straße ein Modegeschäft eingezogen, in Hessental sind die Räume seit November an ein Küchenstudio vermietet. Vor längerer Zeit ging Schlecker aus Untermünkheim weg. Dort hat sich vor einem Jahr eine Versicherungsagentur niedergelassen, bestätigt Albert Scheib, Haller Gewerbeimmobilienmakler. "Das ist relativ schnell gegangen, innerhalb von einem halben Jahr waren die Räume wieder vermietet", erinnert sich Untermünkheims Bürgermeister Christoph Maschke. Scheib hat noch acht Schlecker-Filialen im Angebot: Hagenbacher Ring in Hall, Satteldorf, Kirchberg, Rot am See, Michelfeld, Gerabronn, Obersontheim und Michelbach.

Im Rathaus Michelbach habe einmal ein Spielhallenbetreiber nachgefragt, aber sich nicht wieder gemeldet, sagt Hauptamtsleiter Berthold Krist. Derweil scheint ein Nachmieter gefunden. Scheib erklärt, er stehe kurz vor Vertragsabschluss. Eigentümer der Immobilie in der Orstmitte ist Oswald Wassermann. Er ist zuversichtlich, dass er die Räume weitervermieten kann. "Es ist im Werden", meint er, will aber nicht mehr sagen.

In Obersontheim habe die Gewerkschaft Verdi zunächst Interesse gezeigt, die Schlecker-Filiale als Genossenschaft wieder zu eröffnen, so Bürgermeister Siegfried Trittner: "Wir haben aber hier durch die Märkte eine Vollversorgung." Zudem habe sich mittlerweile ein anderer Drogeriemarkt angesiedelt.

Auch in Ilshofen steht der Schleckerladen leer. Der Drogeriemarktkette Rossmann seien die Räume zu klein, obwohl sie in Crailsheim ein Geschäft hat, das noch kleiner ist, sagt Bürgermeister Roland Wurmthaler: "Wir würden uns freuen, wenn da wieder was reinkäme." Ähnlich sieht es in Vellberg aus: Gähnende Leere im früheren Schlecker. Was der Eigentümer plant, weiß Bürgermeisterin Ute Zoll nicht. "Das Schild des Maklers hängt noch drin." In Mainhardt ist das Gebäude zwar vermietet, aber noch leer. Der Mieter, der nicht namentlich genannt werden will, hält sich bislang bedeckt.

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