Absturz auf A6: Untersuchungen fast fertig

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung kann die Akten zum Hubschrauberabsturz auf der A6 bald schließen. Der Pilot flog deutlich zu tief.

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Von "eklatanten Fehlern" sprechen Ermittler, wenn es um den Hubschrauberabsturz auf der A6 nahe Herdtlingshagen geht. Axel Rokohl von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung will selbst keine Schuldzuweisungen treffen, sagt aber, dass bei den Wetterbedingungen am 10. Januar gegen 16.30 Uhr ein Sichtflug gar nicht möglich war. Der Unfallermittler habe GPS- und Wetterdaten ausgewertet. "Von Augsburg bis zu ihm nach Hause war alles mit Nebel dicht."

"Üblicherweise hätte der Pilot bei diesen Witterungsverhältnissen den Flug gar nicht erst antreten dürfen oder aber rechtzeitig eine Sicherheitsaußenlandung durchführen müssen", sagt auch Hans Ulrich Stuiber, Sprecher der Haller Polizei. Denn für Instrumentenflug war die verunglückte Robinson R44 nicht ausgerüstet.

Der 42-jährige Pilot holte dennoch die Maschine von der Inspektion ab und versuchte vermutlich, sich bei schlechter Sicht an der Autobahn zu orientieren. Dabei krachte die Maschine auf 45 Meter Höhe in eine Stromleitung und stürzte auf die Autobahn. Der Bretzfelder starb. "Das war ein Überlandflug, er hätte mindestens 600 Meter hoch fliegen müssen", erklärt Rokohl.

Normal dauerten Absturzuntersuchungen zwölf Monate. "Wir haben die Arbeiten aber nahezu abgeschlossen. Der Fall ist sehr eindeutig." Da die Veröffentlichung monatlich erfolge, werde der Bericht erst Anfang März online gestellt.

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