Abschied mit Tränen: Kirchengemeinde Untermünkheim-Enslingen sagt Pfarrerin Ulrike Rahn Ade

Zwei Jahre lang hat Pfarrerin Ulrike Rahn in Enslingen als Seelsorgerin gewirkt. Am Pfingstmontag 2011 ist sie in ihr Amt in eingesetzt worden, am Pfingstmontag 2013 wurde sie verabschiedet.

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Familie Rahn: Pfarrerin Ulrike Rahn mit dem drei Monate alten Isaak und Andreas Rahn mit dem zweijährigen Jeremias.  Foto: 

Die Kirchengemeinde Untermünkheim-Enslingen nahm am Pfingstmontag bei einem Gottesdienst Abschied von Pfarrerin Ulrike Rahn und ihrer Familie. Zwei Jahre zuvor war Rahn am selben Ort in der Halle Hauenstein in Schönenberg eingesetzt worden. Damals habe sie sich gefragt, wie sie sich die vielen Namen merken solle. Mittlerweile habe sie viele Menschen ins Herz geschlossen und kenne nicht nur die Namen, sondern auch viele Lebensgeschichten. Emotional berührt sagte sie, dass ihr der Abschied von Enslingen und Untermünkheim schwer falle. Sie bedankt sich bei ihrem Kollegen Stefan Engelhardt aus Untermünkheim und den Mitarbeitern der Kirchengemeinde.

Herzliche Worte, persönliche Geschenke

Zuvor gab es einen Gottesdienst in der Halle Hauenstein. Diese war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Posaunenchor unter der Leitung von Tobias Renz spielte, das Musikteam begleitete die Lieder, die Halle war geschmückt. In ihrer Predigt sprach Ulrike Rahn vom Turmbau zu Babel. Sie schlug einen Bogen von der Vielsprachigkeit der Menschen, über das Einander-Verstehen in Familien und Betrieben, bis zum Heiligen Geist, der vieles erlebbar mache.

Kirchengemeinderätin Rosemarie Müller ließ anklingen, dass es nicht leicht falle, Ulrike Rahn ziehen zu lassen. Die Gemeinde hoffe, dass die Stelle in Enslingen bald wieder besetzt wird. Zusammen mit ihrem Rats-Kollegen Eberhard Horlacher überreichte sie eine Patchworkdecke mit den Worten: "Wir hoffen, dass Ihr immer eingehüllt seid in gute Beziehungen und die Liebe Gottes."

Bürgermeister Christoph Maschke von der bürgerlichen Gemeinde erinnerte daran, dass vor zwei Jahren alle froh waren, dass man in Enslingen wieder eine Seelsorgerin hatte. Ulrike Rahn sei mit offenen Armen empfangen worden, sie habe gut ins Dorf gepasst, die Zusammenarbeit sei harmonisch verlaufen. Auch Andreas Rahn, der Ehemann, habe sich ins Dorfleben integriert, indem er beim Gesangverein mitgesungen habe, Mitglied bei der Feuerwehr war.

Helmut Mogck sprach für die Süddeutsche Gemeinde. Man müsse bereit sein, sich von Gott unterbrechen zu lassen. Zeit der Besinnung und Pausen seien gewollt. Er wünschte Ulrike Rahn, die kommende Familienzeit zu genießen.

Für die Pfarreien von Steinkirchen bis Gottwollshausen sprachen Stefan Engelhardt und Elisabeth Glück. "Wir vermissen Sie jetzt schon." Ulrike Rahn habe manches Licht entzündet. Dekanin Anne-Katrin Kruse aus Schwäbisch Hall verabschiedete die junge Familie mit einem Segen.

Zur Person vom 22. Mai 2013
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