"Wir sind rasant gewachsen"

Heute vor drei Jahren hat sich das Generationenbündnis Vellberg gegründet. Die umfangreichen Hilfsleistungen kommen an. Vorsitzender Joachim Ciupke ist zudem überzeugt, dass der Verein weiter wächst.

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  • Das Generationenbündnis Vellberg bietet für Senioren auch Kurse für PC und Internet an. Das ist aber nur ein Aspekt einer breit angelegten Nachbarschaftshilfe. Archivfoto: Sybille Munz 1/3
    Das Generationenbündnis Vellberg bietet für Senioren auch Kurse für PC und Internet an. Das ist aber nur ein Aspekt einer breit angelegten Nachbarschaftshilfe. Archivfoto: Sybille Munz
  • Joachim Ciupke (64) ist der erste Vorsitzende des Vereins Generationenbündnis Vellberg. Archivfoto 2/3
    Joachim Ciupke (64) ist der erste Vorsitzende des Vereins Generationenbündnis Vellberg. Archivfoto
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Mit welchem Ziel sind Sie vor drei Jahren angetreten?

JOACHIM CIUPKE: Unser erstes Ziel war ein Netzwerk der gegenseitigen Hilfe nach dem Motto "Jung hilft Alt" und "Alt hilft Jung". Als weiteres hatten wir uns vorgenommen, die Interessen von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung als Meinungsbildner und Sprecher zu vertreten. Dabei wollten wir drittens als Koordinationsstelle dafür sorgen, dass sich ein Netzwerk mit all den Vereinen und Institutionen bildet, die sich um die älteren Menschen kümmern.

Was für Hilfeleistungen werden angeboten?

Der Verein basiert auf dem Grundsatz "Mitglied hilft Mitglied" und organisiert Hilfe für Menschen, die innerhalb der Gemeindegrenzen Vellbergs wohnen. So wollen wir den hilfesuchenden Mitgliedern eine verlässliche und auf Dauer ausgelegte Nachbarschaftshilfe garantieren. Nachgefragt werden persönliche Hilfen wie Besuche, Spaziergänge, Hilfe beim Einkaufen. Aber auch Hilfen in Haus und Garten oder Fahrdienste mit Betreuung bei Gängen zu Behörden, Arzt, Apotheke und Bank. Weiterhin unterstützen wir Senioren bei Fragen rund um PC und Internet. Schüler werden mit Lesepatenschaften und Eltern mit Babysitting unterstützt. Neu ist die Mitarbeit in der Einrichtung des Sonnenhofs an der Bucher Straße.

Welchen Aufgaben muss sich der Verein in der Zukunft stellen?

Wir sind rasant gewachsen. Ausgehend von 35 Gründungsmitgliedern zählt der Verein heute 180 Mitglieder. Bei weiter steigender Mitgliederzahl, von der wir ausgehen, wird es auch zukünftig eine Herausforderung bleiben, den Mitgliedern mit Hilfebedarf immer genügend helfende Mitglieder gegenüberzustellen. Deshalb wollen wir ein größeres Augenmerk auf die Mitgliederpflege und die Helfergewinnung und -betreuung legen. Die Zusammenarbeit mit allen Vereinen und Institutionen, die für Ältere und mit Behinderung lebende Menschen tätig sind, soll weiter verstärkt werden mit dem Ziel, ein integriertes Sozialnetzwerk zu schaffen. 2015 soll mit den Sportvereinen das Projekt "Gemeinsam in Bewegung" für Senioren auf den Weg gebracht werden.

Hat der Verein die Lage von hilfsbedürftigen Menschen in Vellberg verbessert?

Wir sind im Jahr 2012 mit 200 Hilfestunden gestartet. In diesem Jahr haben wir bisher 450 Hilfestunden geleistet und etwa 60 Personen geholfen. Bis zum Jahresende rechnen wir mit nahezu 600 Stunden. Unsere Bürgermeisterin Ute Zoll, die übrigens die Initiatorin unserer Organisation war, spricht deshalb von einem Erfolgsmodell für Vellberg.

Wie weit sind Sie beim Thema "integriertes Sozialnetzwerk"?

Mit Gründung des Generationenbündnisses haben wir einen runden Tisch mit allen in der Seniorenarbeit und der Betreuung von behinderten Menschen tätigen Vereinen und Institutionen einberufen. Wir alle unterstützen derzeit die Stadt bei der Vorbereitung einer Seniorenbefragung. Wir wollen wissen, wie sich die Vellberger Senioren, aber auch die zukünftigen Senioren, ein lebenswertes und altersgerechtes Wohnen in der Gemeinde vorstellen. Wir hoffen auf ein gutes repräsentatives Ergebnis. Auf dieser Grundlage soll dann ein Konzept für ein "Vellberger Sozialnetzwerk" erarbeitet werden. Am Ende könnte dann ein generationsübergreifendes Netzwerk mit einer Anlaufstelle für Familien, Jugend und Ältere sowie behinderte Menschen entstehen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, der wesentlich von der Beteiligung und den Ergebnissen der Seniorenbefragung abhängt.

So kann man das Generationenbündnis erreichen

Kontakt Weitere Informationen zum Generationenbündnis Vellberg gibt es im Internet unter www.gb-vellberg.de, E-Mail info@gb-vellberg.de. Die Geschäftsstelle Vellberg ist telefonisch unter 0 79 07 / 24 60 erreichbar, per E-Mail unter vellberg@gb-vellberg.de. Die Geschäftsstelle Dürrsching unter Telefon 0 79 07 / 21 97, E-Mail duerrsching@gb-vellberg.de, und die Geschäftsstelle Großaltdorf unter Telefon 0 79 07 / 76 91, E-Mail grossaltdorf@gb-vellberg.de. Das Bürgertelefon der Stadt Vellberg ist unter 0 79 07 / 87 70.

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