"Wir müssen viele Blumen wegwerfen"

Endlos ziehen sich die kalten Tage. Besonders Gärtnereien bekommen das zu spüren. Die Folgen: kaum Umsatz, dafür umso höhere Heizkosten.

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Bei Georg Engelhardt stapeln sich die Zierpflanzen. Bleiben die Temperaturen noch länger so niedrig, wandern die Blumen in den Müll. Foto: Daniela Knipper

"Den Verlust können wir gar nicht mehr auffangen", stellt Georg Engelhardt, Geschäftsführer der Weidelbacher Baumschule fest. "Im Verkauf fehlen uns mehr als anderthalb Monate Umsatz." Normalerweise herrscht bei Engelhardt im März und April Hochsaison. Nun stapeln sich die Blumen. "Keiner will jetzt noch Osterglocken oder Primeln kaufen", erzählt Engelhardt. "Wir werden wohl viele Pflanzen wegwerfen müssen."

Anders sieht es bei den Sonderkulturen aus. Hier macht sich die lange Kälteperiode kaum bemerkbar. "Schwankungen gibt es immer", weiß Martin Blumenstock aus Wallhausen. Blumenstock hat sich auf Sonderkulturen spezialisiert, züchtet Kirschen, Himbeeren und Erdbeeren. "Die Natur holt wieder schnell auf", gibt er sich zuversichtlich. "Eventuell können wir im Juni etwas später ernten, aber wirklich gravierende Auswirkungen spüren wir hier nicht."

Ganz anders sieht es da bei den Gärtnereien aus. Gabriele und Wilhelm Volz leiten zusammen die Gärtnerei Volz in Crailsheim. "Im Vergleich zum Vorjahr geht der Umsatz gegen null", berichtet Gabriele Volz. Die Sommerware steht bereit. Aber die Plätze sind noch belegt von Primeln, Osterglocken und Tulpen. Dazu kommen die hohen Heizkosten. "Wenn die Sonne nicht scheint, müssen wir die Glashäuser sogar tagsüber beheizen", erklärt Volz.

Bis Mitte April soll es kalt bleiben. Georg Engelhardt zeigt sich resigniert: "Was bleibt uns auch anderes übrig, als auf besseres Wetter zu warten?"

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