"Wir müssen andere überzeugen"

"Wir brauchen diesen Fußgängerüberweg am Kindergarten." Mainhardts Bürgermeister hat im Gemeinderat den Landkreis aufgefordert, beim Thema Verkehr in Lachweiler und Geißelhardt zu handeln.

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Damian Komor machte klar, auf welcher Seite er steht. Besonders auf Höhe des Kindergartens müsse ein Fußgängerüberweg her, forderte der Mainhardter Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch in Geißelhardt: "Wir brauchen diese Überquerung", die Sicherheit der Kinder müsse gewährleistet sein. Das müsse dem Landratsamt zu verstehen gegeben werden.

Komor springt damit der Bürgerinitiative zur Seite, deren Mitglieder in Lachweiler und Geißelhardt mehr Sicherheit auf ihren Straßen fordern (wir berichteten). Doch ist der Bürgermeister hier machtlos: Für die enge Straße durch beide Teilorte ist der Landkreis zuständig. Dieser hatte es abgelehnt, einen Fußgängerüberweg zu schaffen. Er sei "nicht notwendig", heißt es in einem Protokoll des Landratsamtes. Voraussetzung für eine Überquerung in diesem Bereich seien 450 bis 600 Fahrzeuge pro Stunde zur Spitzenzeit und zugleich 50 bis 100 Fußgänger.

"Diese Zahlen haben wir nicht", räumte Komor im Gemeinderat ein. Trotzdem sei ein Überweg am Kindergarten sinnvoll. "Ich sehe die Möglichkeit dazu", machte Komor den Bürgern Hoffnung. "Tempo 30 wird aber schwierig sein".

Dennoch stehen am Straßenrand Tempo 30-Schilder mit aufgemalten Kindern, die Bürgerinitiative hatte sie angefertigt. Durch diese Schilder würde automatisch langsamer durch den Ort gefahren, sagte Komor. Bei einer Messung im März 2012 seien deutlich mehr Fahrer mit mehr als 50 Stundenkilometern unterwegs gewesen als bei einer Messung vor drei Wochen. "Die Fahrer reagieren auf die Schilder", ist sich Komor sicher. Im September soll eine Verkehrszählung zeigen, welche Fahrzeugarten auf der Straße unterwegs sind. Zu einer Unterschriftenliste der Bürgerinitiative sagte Komor: "Die ist beim Landratsamt besser aufgehoben. Wir müssen andere überzeugen."

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